Deutschland, Nordrhein-Westfalen: Ruhrgebiet
MetroprolradRuhr (nextbike GmbH)
Steckbrief | Beschreibung | Startphase
MetroprolradRuhr (© Regionalverband Ruhr)
Name: |
MetropolradRuhr |
Betreibermodell: |
nextbike GmbH im Auftrag der Metropolregion Ruhr |
Aufgabenträger: |
Regionalverband Ruhr |
Starttermin: |
18.06.2010 in Dortmund |
Anzahl Fahrräder: |
1.200 Fahrräder, geplant sind 3.000 Leihräder |
Anzahl Stationen: |
150 Stationen (September 2011), geplant sind 300 Stationen |
Fahrzeug: |
Nextbike mit Werbefläche |
Merkmale/Typ: |
Ziel ist eine ÖPNV-Ergänzung und – Entlastung sowie die Vernetzung der Städte |
Bedienungsgebiet: |
Die Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Mülheim a.d.R. und Oberhausen; das Bedienungsgebiet umfasst ca. 1.520 km². |
Medienkampagne: |
bisher nicht; Integration des Systems im VRR-Internetauftritt und im Radroutenplaner.NRW (www.radroutenplaner.nrw.de) |
Zielgruppe: |
ÖV-Nutzer, Touristen |
Tarife: |
Standard-Tarif:
Die Fahrräder können an allen metropolradruhr-Stationen zurückgegeben werden. Diese können Sie auf der Standortkarte nachlesen. Weitere Servicegebühren fallen laut AGB wie folgt an:
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Kundenkarten: |
nicht erforderlich |
Registrierung: |
per Internet, per Telefon/ Mobiltelefon, in einer Tourist-Information |
Letzter Stand: |
18. November 2011 |
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© Regionalverband Ruhr |
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© Regionalverband Ruhr |
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Das Fahrradverleihsystem metropolradruhr wird vom Regionalverband Ruhr gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und zehn Kommunen der Metropole Ruhr getragen. Ziel ist es, im Rahmen eines regionalen Ansatzes den ÖPNV zu ergänzen, zur signifikanten Erhöhung der Fahrradnutzung in den beteiligten Städten beizutragen und die Innenstädte zu entlasten. Das Projektgebiet umfasst die zehn Städte Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Mülheim a.d.R. sowie Oberhausen und ist rund 1.520 km² groß. Es ist damit das System mit der größten Flächenausdehnung unter den Modellprojekten.
Das Fahrradverleihsystem wurde im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 am 18. Juni 2010 in Dortmund feierlich eröffnet und sukzessive weiter ausgebaut. Bis November 2011 waren 1.200 Leihfahrräder und 150 Stationen in Betrieb. Der weitere Systemausbau ist bis zum Saisonstart im Sommer 2012 geplant. Dann soll das Verleihsystem insgesamt 3.000 Fahrräder an 300 Stationen umfassen. An den Stationen stehen Fahrräder des Betreibers nextbike GmbH zur Ausleihe bereit, die in der ersten Phase per Mobiltelefon gebucht werden können. Die Ausstattung der Stationen mit Buchungsterminals für eTickets des VRR ist in Vorbereitung und soll bis zum Saisonstart 2012 umgesetzt werden.
Die metropolradruhr-Stationen wurden in den VRR-Linienplan Schnellverkehr sowie in die elektronische Fahrplanauskunft (EFA) des VRR integriert. Zudem erfolgte eine Integration des Systems im VRR-Internetauftritt und im Radroutenplaner NRW (www.radroutenplaner.nrw.de). Für 2012 ist eine Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit geplant.
Die eingesetzte Technik des Fahrradverleihsystems funktioniert weitgehend reibungslos. Allerdings führten administrative Schwierigkeiten sowie Lieferverzögerungen bei Stationen und Fahrrädern zu einer verzögerten Umsetzung. Dazu kamen rechtliche Auseinandersetzungen mit der Metro AG, die aufgrund des ursprünglich gewählten Namens metroradruhr mit einer Klage drohte.
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© Regionalverband Ruhr |
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© Regionalverband Ruhr |
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Hilfreich für die Realisierung des Systems war, dass die zehn beteiligten Städte Mitglied des Regionalverbands Ruhr sind, über jahrelange Erfahrung und Disziplin in der interkommunalen Kooperation verfügen und somit das Zusammenspiel sämtlicher Akteure trotz komplexer Strukturen – teils mit hohem persönlichen Einsatz – gewährleistet wurde. Die Implementation des Systems trotz der politisch-administrativen und logistisch komplizierten Strukturen zeigt, dass im Verkehr komplexe Verbundprojekte möglich sind. Die Innovation – neben technischen Komponenten – liegt vor allem in der Organisation und Interaktion der verschiedenen Einzelakteure mit unterschiedlichen Zuständigkeiten und Tätigkeiten sowie in der Koordination der Einzelinteressen.
Die Nutzung des metropolradruhr entwickelte sich in der ersten Saison 2010 zögerlich – monatlich wurden jeweils weniger als 1.000 Räder ausgeliehen. Gründe dafür könnten in der anfangs geringen Stationszahl, den begrenzten Marketingaktivitäten sowie den noch nicht mit Terminals ausgestatteten Stationen liegen. Im Jahr 2011 steigerte sich die Nutzung deutlich – auf bis zu etwa 2.500 Ausleihen im August 2011. Besonders oft wird das System am Wochenende genutzt – hier gibt es rund 50 Prozent mehr Ausleihen als an Werktagen. Nach Angaben der Nutzer wird das System häufig für Wege von oder zur Wohnung sowie in der Freizeit genutzt. Die interkommunale Option mit One- Way-Fahrten wird kaum genutzt.
Bei Stationsbefragungen von zufällig ausgesuchten Passanten zeigte sich, dass die Kenntnis von Zweck und Nutzung des Fahrradverleihsystems noch gering ausgeprägt ist. Erforderlich erscheint ein zielgruppenspezifisches Marketingkonzept, um das System auch für den Alltagsverkehr zu etablieren. Auch die verstärkte Einbindung aller lokalen und regionalen Medien sollte erfolgen, um das Fahrradverleihsystem weiter bekannt zu machen. In der Vergangenheit wurde beispielweise in einem Zeitraum von acht Monaten nur vier Mal in der Presse über metropolradruhr berichtet.
Die Integration des Systems in den ÖV erfolgt tariflich (Freiminuten für ÖV-Kunden), räumlich (Lage an ÖV-Stationen) und informationell (in den Auskunftssystemen). Wenn in der letzten Ausbaustufe weitere Räder sowie Kartenterminals an den Stationen hinzukommen, wird sich zeigen, ob dies zu einem Anstieg der Nutzungszahlen führt – und ob die Anzahl der Räder und Stationen für einen Systemverbund ausreichend ist.









