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ADFC-Experten loben autofreies Radroutennetz in Belgien

Die überwiegend autofreie Führung der Radrouten und die gute bis sehr gute Fahrbahnqualität überzeugten die Fachleute besonders.

Quelle:

ADFC Bundesverband e.V. am 21.06.2007

Radreisen ohne Grenzen – dieser Traum wird in Europa mehr und mehr Wirklichkeit. Ein gelungenes Beispiel hierfür ist das Fahrradroutennetz, das im Rahmen des grenzüberschreitenden EU-Projekts "Natur beleben" ausgebaut und weiterentwickelt worden ist. Die belgischen Provinzen Limburg, Antwerpen, Vlaams-Brabant und die niederländischen Provinzen Limburg und Nord-Brabant bieten Radreisenden auf 11.000 Fahrradkilometern eine abwechslungsreiche Landschaft. Landesgrenzen spielen dabei keine Rolle mehr.

Auch die Experten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sind begeistert: Besonders die überwiegend autofreie Führung der Radrouten und die gute bis sehr gute Fahrbahnqualität überzeugten die Fachleute bei ihrem Besuch in Limburg vor Ort. Punkten kann das Fahrradroutennetz vor allem auch durch sein ausgeklügeltes Knotenpunktsystem. Das praktische Orientierungssystem wurde bereits vor zehn Jahren konzipiert und zunächst im Maasland in Belgisch-Limburg umgesetzt.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Jeder Knotenpunkt – also die Kreuzung von Radwegen – erhält eine eigene Nummer und entsprechende Hinweisschilder, wo sich die nächsten Knotenpunkte befinden. Wegen ihrer einheitlichen Gestaltung sind die Schilder überall deutlich zu erkennen. Der Radreisende stellt sich mithilfe der Fahrradkarte seine individuelle Route beliebig zusammen – er notiert einfach alle Knotenpunkte auf der gewählten Strecke auf einem Zettel. Die Karte kann in den Rucksack, sie wird nicht mehr benötigt. Hinweisschilder zu fahrradfreundlichen Gastbetrieben, zu nahegelegenen Städten und Rad-Servicestationen ergänzen das System sinnvoll.

Durch das Projekt "Natur beleben" kommt das bewährte Knotenpunktsystem nun auf insgesamt 14.000 Quadratkilometern zum Einsatz. Belgisch-Limburg, wo das Knotenpunktsystem vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben wurde, überrascht die Touristen immer wieder mit neuen Entwicklungen: dem Geschichtenerzähler mit GPS-Steuerung, den Fahrradabhol- und Servicepunkten, der Aktion Schlechtwettergarantie und dem dichten Netz an Fahrradverleihstationen.

Auch in Zukunft steht die Qualitätssicherung und -verbesserung in allen geförderten Regionen auf dem Programm der Limburger. Zudem sollen die Radwegenetze noch stärker zusammenwachsen, so soll die Infrastruktur für Radurlauber immer verbessert werden. Die ständige Weiterentwicklung des Netzes zahlt sich aus: Die Anzahl der Radwanderer nimmt stetig zu.

Mehr Infos gibt es unter radflandern.com/limburg oder beim ADFC unter adfc.de/759_1.

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