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VCÖ: Deutlich weniger Fahrraddiebstähle in Österreich

Aufklärungsquote sehr niedrig - nur jeder 31. Diebstahl geklärt. Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist in Österreich im ersten Halbjahr 2008 gesunken.

Quelle:

Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am 23.07.2008

Der VCÖ weist darauf hin, dass um rund 1.400 Fahrräder weniger gestohlen wurden als im 1. Halbjahr des Vorjahres. Aber: Noch immer wechselten 9.267 Fahrräder unerlaubt den Besitzer. Die Aufklärungsquote ist mit 3,2 Prozent sehr niedrig. Der VCÖ empfiehlt, das Fahrrad mit einem guten Schloss an einem festen Gegenstand abzusperren und eine Diebstahlversicherung abzuschließen. Der VCÖ fordert mehr Fahrradabstellanlagen.

Die Zahl der gestohlenen Fahrräder ist in Österreich im ersten Halbjahr 2008 um 13 Prozent zurückgegangen, betont der VCÖ. 9.267 Fahrräder wurden gestohlen, im 1. Halbjahr des Vorjahres waren es noch 10.674 Fahrräder. "Der Rückgang zeigt, dass die Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Fahrräder besser sichern. Es werden vermehrt gute Schlösser verwendet, nur wenige lassen ihr Fahrrad unabgesperrt herumstehen", weist VCÖ-Sprecher Christian Gratzer auf die Gründe des Rückgangs hin.

Bei einer aktuellen VCÖ-Umfrage unter fast 2.000 Radfahrerinnen und Radfahrer gaben 56 Prozent an, dass ihnen ihr Fahrrad bereits gestohlen wurde. Die VCÖ-Analyse zeigt, dass es die meisten Fahrraddiebstähle – nämlich 2.881 - in Wien gab. Die wenigsten Räder wurden im Burgenland gestohlen. Auffallend: Mit Ausnahme der Steiermark und Kärnten ist die Zahl der Fahrraddiebstähle in allen Bundesländern gesunken, so der VCÖ. Die stärkste Abnahme gab es in Salzburg, mit minus 39 Prozent. Das größte Diebstahlrisiko besteht in Städten. So verschwanden etwa 65 Prozent der in der Steiermark gestohlenen Räder in Graz.

Der VCÖ weist darauf hin, dass im Vergleich zum Vorjahr auch die Aufklärungsquote gesunken ist. Nur jeder 31. Diebstahl wird geklärt, rund 9.000 Fahrräder bleiben damit für immer verschwunden. Die höchste Aufklärungsquote gibt es im Burgenland (7,4 Prozent) und Oberösterreich (6,3 Prozent). In Tirol und Wien ist die Chance, ein gestohlenes Fahrrad wieder zu bekommen, besonders gering: Nur 2,1 Prozent der Diebstähle werden geklärt.

Der VCÖ-Tipp: Das Fahrrad mit einem guten Schloss an einem festen Gegenstand absperren. "In vielen Orten mangelt es aber an Parkplätzen für Fahrräder. Und das erleichtert den Dieben ihr Handwerk. Es gibt in Österreich ein Radfahrboom. Deshalb braucht es mehr Fahrradbügel oder andere sichere Abstellmöglichkeiten", betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Der VCÖ empfiehlt zudem den Abschluss einer Fahrraddiebstahlversicherung. Bei der Fahrraddiebstahl-Versicherung ist darauf zu achten, dass sie rund um die Uhr gilt und auch Teilediebstahl inkludiert.
Nähere Informationen dazu gibt der VCÖ unter (01) 8932697 oder www.vcoe.at

VCÖ: 9.267 Fahrräder im ersten Halbjahr 2008 gestohlen (in Klammer Veränderung zum 1. Halbjahr 2007)
  • Wien: 2.881 (minus 352)
  • Steiermark: 1.264 (plus 141)
  • Niederösterreich: 1.237 (minus 173)
  • Oberösterreich: 1.066 (minus 384)
  • Tirol: 894 (minus 79)
  • Salzburg. 832 (minus 526)
  • Kärnten: 514 (plus 23)
  • Vorarlberg: 511 (minus 76)
  • Burgenland: 68 (minus 1)
  • Österreich: 9.267 (minus 1.427)
Quelle: BMI, VCÖ 2008

VCÖ: Großteil der Fahrräder wird in den Landeshauptstädten gestohlen (in Klammer Veränderung zum 1. Halbjahr 2007)
  • Wien: 2.881 (minus 352)
  • Graz: 825 (plus 113)
  • Salzburg Stadt: 501 (minus 435)
  • Innsbruck: 420 (minus 65)
  • Linz: 343 (minus 156)
  • Klagenfurt: 333 (plus 45)
  • Bregenz: 210 (minus 25)
  • St. Pölten: 48 (minus 57)
  • Eisenstadt: 2 (minus 2)
Quelle: BMI, VCÖ 2008

VCÖ: Niedrigste Aufklärungsquote in Tirol und Wien (1. Halbjahr 2008 – in Klammer 1. Halbjahr 2007)
  • Burgenland: 7,4 Prozent (4,3 Prozent)
  • Oberösterreich: 6,3 Prozent (8,9 Prozent)
  • Niederösterreich: 4,8 Prozent (5 Prozent)
  • Vorarlberg: 4,1 Prozent (2,6 Prozent)
  • Kärnten: 3,1 Prozent (3,7 Prozent)
  • Steiermark: 2,7 Prozent (6 Prozent)
  • Salzburg: 2,2 Prozent (4,9 Prozent)
  • Tirol: 2,1 Prozent (2,6 Prozent)
  • Wien: 2,1 Prozent (2,7 Prozent)
  • Österreich: 3,2 Prozent (4,5 Prozent)
Quelle: BMI, VCÖ 2008

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