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Niederlande: Fahrrad kann wichtigen Beitrag zur CO2-Reduktion in Kommunen leisten

Die Auswertung der "Mobilitätsuntersuchung für die Niederlande" ergab, dass der durch die Art der Mobilität verursachte CO2-Ausstoß in den Gemeinden durch die Veränderung verschiedener Faktoren beeinflusst werden kann.

Quelle:

Niederlädischer Fietsberrad (www. fietsberaad.nl) am 21.11.2009

Wie der niederländische Fietsberaad berichtet, scheint es große Unterschiede zwischen den niederländischen Kommunen bezüglich der CO2-Emissionen zu geben, die durch die Mobilität der dortigen Einwohner verursacht werden.
So erzeugt ein Bürger der Stadt Almere durch sein Mobilitätsverhalten - im Vergleich zu einem Amsterdamer - fast zweimal soviel CO2. Eine Erklärung dafür könnte der Radverkehrsanteil sein, denn in Amsterdam liegt dieser bei 38 Prozent, in Almere bei nur 27 Prozent.

Der Fahrradgebrauch scheint jedoch nicht der einzige Faktor für den unterschiedlichen, durch die Art der Mobilität verursachte CO2-Ausstoß zu sein. Andere wichtige Faktoren wie Stadtstruktur, Bevölkerungszusammensetzung und die Anzahl der Wege, spielen eine ebenso große Rolle. So untersuchte das Büro Goudappel Coffeng die CO2-Emissionen mit Hilfe von Daten aus der Mobilitätsuntersuchung für die Niederlande (Mobiliteits Onderzoek Nederland), die regelmäßig vom Verkehrsministerium durchgeführt wird. Dabei wurden folgende Daten gefiltert: CO2-Ausstoß pro Personenkilometer beim Transport mit dem Auto, dem Fahrrad, dem Bus oder der Bahn. Aus diesen Daten konnte die durchschnittliche CO2-Produktion der Einwohner der Gemeinden ermittelt werden.

Einen niedrigen CO2-Ausstoß hatten beispielsweise folgende Gemeinden mit über 100.000 Einwohnern zu verzeichnen: Leiden (48 Prozent Radverkehrsanteil) , Amsterdam (38 Prozent Radverkehrsanteil), Haarlem (36 Prozent Radverkehrsanteil), Enschede (38 Prozent Radverkehrsanteil) und Rotterdam (26 Prozent Radverkehrsanteil).

Das der Radverkehrsanteil nicht allein ausschlaggebend für niedrige CO2-Emissionen ist, zeigt die Stadt Rotterdam, die ihre günstigen Werte dem hohen ÖV-Anteil sowie der geringen Anzahl an Ortsveränderungen (pro Person und Tag) zu verdanken hat. Dadurch lässt sich auch erklären, warum bei dieser Auswertung Gemeinden wie Zwolle (trotz eines 48-prozentigen Fahrradanteils), Emmen, Amersfoort und Almere schlechter abschneiden.

Bei den kleineren Gemeinden schnitten Vlaardingen, Delft, Schiedam, Gouda und Katwijk gut ab. Am schlechtesten schnitt hier die Gemeinde Hardenberg ab, die sich einen hohen Anteil an Ortsveränderungen per Automobil gekennzeichnet ist.

Die Forscher schlussfolgern, dass zwischen den holländischen Kommunen beträchtliche Unterschiede hinsichtlich des Gebrauchs von Fahrrad und ÖV bestehen. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung können die Gemeinden besser verstehen, an welcher Stellschraube sie zukünftig drehen müssen, um den durch die Mobilität ihrer Einwohner verursachten CO2-Ausstoß verringern zu können.

Zur Original-Fietsberaad-Mitteilung