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Thüringen: Wachsende Bedeutung des Fahrradtourismus - rund 60 Mio. Euro Umsatz pro Jahr

In Thüringen werden jährlich rund 3,7 Mio. Tagesausflüge mit dem Fahrrad registriert. / 9,5 km langes Teilstück des Nessetalradwegs übergeben.

Quelle:

Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie am 07.10.2011

Wirtschaftsstaatssekretär Staschewski gibt Teilstück des Nessetalradwegs im Landkreis Gotha frei. Zuwendungsbescheid für nächstes Teilstück in Bufleben übergeben / Fahrradtourismus hat wachsende Bedeutung für Reiseland Thüringen

Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski hat am 7. Oktober 2011 in Brüheim (Lkr. Gotha) ein gut 9,5 km langes Teilstück des Nessetalradwegs offiziell übergeben. Das Land hat den Ausbau mit rund 1 Million Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert, die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf knapp 1,3 Millionen Euro.

"Der Radtourismus hat für Thüringen eine wachsende Bedeutung", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Staschewski. Bereits jeder zehnte Euro, der heute im Tourismus deutschlandweit umgesetzt wird, ist auf diese Form der Aktiverholung zurückzuführen. In Thüringen werden jährlich rund 3,7 Millionen Tagesausflüge mit dem Fahrrad registriert – das entspricht rein rechnerisch einem Umsatz von 60 Millionen Euro. "Auf diesem Markt wollen wir Thüringen künftig noch besser positionieren." Zudem werde der Radweg auch von vielen Anwohnern und Kindern der Region genutzt. "Mit dieser Investition machen wir auch den alltäglichen Radverkehr in der Region sicherer", so Staschewski.

Der Nessetalradweg führt von Erfurt über Gamstädt, Nottleben, Bufleben und Friedrichswerth und hat hier Anbindung an den Flugplatz Kindel und den Hainichradweg. Die Planungen auf dem Gebiet des Wartburgkreises sind noch nicht abgeschlossen. Hier wird der Radweg künftig bis nach Wutha-Farnroda bei Eisenach führen und an den Radweg "Thüringer Städtekette" anbinden. Der Ausbau erfolgt in insgesamt 14 Abschnitten.

Der eröffnete Abschnitt zwischen Bahnhof Goldbach und Friedrichswerth verläuft auf dem ehemaligen Bahndamm zwischen beiden Orten und wurde in einer Breite von 2,50 Metern mit einer Bitumenschicht versehen. Sechs Brücken wurden für den Radverkehr ausgebaut und der Radweg beschildert.

Wirtschaftsstaatssekretär Staschewski übergab zugleich noch einen Zuwendungsbescheid für ein weiteres Teilstück des Radwegs in der Ortslage Bufleben: Hier soll ein 2.200 Meter langer Abschnitt des ehemaligen Bahndamms in einer Breite von 2,50 Meter für den Radverkehr ausgebaut werden. Die Investitionskosten dafür belaufen sich auf 692.000 Euro, das Land fördert den Umbau mit 434.000 Euro aus GRW- und EU-Mitteln.

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