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Nordrhein-Westfalen: Ergebnisse der Mobilitätsbefragung im Kreis Soest vorgestelltDer Radverkehrsanteil liegt mit 17 Prozent weit über dem Landesdurchschnitt. Auch im bundesweiten Vergleich steht der Kreis Soest sehr gut da. | |
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Quelle: |
Kreis Soest, Pressestelle (www.presse-service.de) am 08.12.2011 |
Überraschend viele Bürger im Kreis Soest nutzen das Rad. Das ist eines der Ergebnisse der Mobilitätsbefragung aus dem Frühsommer 2011. Der Kreis Soest sowie Christoph Helmert und Kathrin Henninger vom Verkehrsplanungsbüro Helmert aus Aachen präsentierten die Ergebnisse am 7. Dezember 2011 den geladenen Experten.
Vertreter der Straßenbaulastträger, der Träger des öffentlichen Personennahverkehrs und Mitglieder des Kreisausschusses für Bau- und Straßenwesen informierten sich. Sie erfuhren, dass die Bürger im Kreis Soest täglich rund 903.600 Wege mit dem Auto, dem öffentlichen Personennahverkehr, zu Fuß oder mit anderen Verkehrsmitteln zurücklegen. Sie dauern durchschnittlich 18 Minuten und sind im Mittel 8,2 Kilometer lang. Im gebirgigen Südkreis ist der Anteil der Fahrten mit motorisierten Fahrzeugen aus nachvollziehbaren Gründen zu Lasten des Fahrrad- oder Fußverkehrs um vier Prozent höher als im ebeneren Nordkreis.
Verwaltung und Teilnehmer waren überrascht vom weit über dem Landesdurchschnitt liegenden Radverkehrsanteil von fast 17 Prozent. Hier steht der Kreis Soest im bundesweiten Vergleich (Mobilität in Deutschland 2008, Fahrradanteil bundesweit 12 Prozent, Land 10 Prozent) sehr gut da. Im Vergleich mit den Städten Herford, Lemgo, Bünde Hamm, Mainz und dem Kreis Lippe befindet er sich im Spitzenfeld.
Untersucht wurde auch, zu welchen Zwecken die Bürger unterwegs sind und welche Verkehrsmittel sie nutzen, und zwar getrennt nach Altersgruppen, Lebensaltern bzw. Lebensphasen und Berufen. 64 Prozent des öffentlichen Verkehrs (ÖV, Busse und Bahnen) werden zum Beispiel von Schülern und Auszubildenden verursacht, zur Arbeit nutzen hingegen nur 16 Prozent den ÖV. Ein Drittel aller Wege, die "motorisiert" erfolgen, sind kürzer als drei Kilometer. "Hier besteht ein hoher Handlungsbedarf. Es wäre schön, wenn man diesen Wert durch verkehrslenkende Maßnahmen zugunsten des Rad- und Fußverkehrs senken könnte", hofft Stefan Hammeke, Radverkehrsbeauftragter des Kreises.
Die Verkehrsverflechtungen im Kreis Soest zeigen große Wegeanteile pro Tag von 16.800 Wegen zwischen Bad Sassendorf und Soest, gefolgt von 16.500 zwischen Erwitte und Lippstadt. "Nur 36 Prozent der Wege im Kreis Soest werden mit den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes, also zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bussen und Bahnen bewältigt. Hier liegen einige verkehrsplanerische Herausforderungen, diese Werte zu erhöhen", betonten die Experten vom Verkehrsplanungsbüro Helmert.
Dezernent Winfried von Schroeder dankte Kathrin Henninger und Christoph Helmert für die gute Präsentation, die gelungene Ausarbeitung und die gute Zusammenarbeit mit dem Kreis Soest. "Die Feststellung des Status Quo des Verkehrswesens im Kreis Soest zeigt auch Potenziale auf, das Verkehrsgeschehen zu optimieren. Sie ist eine wertvolle Grundlage für die Verkehrsplanung und ein Arbeitsauftrag an den Kreis und alle Verkehrsträger im Raum", brachte er den Nutzen der Umfrage zum Verkehrsverhalten der Bürger auf den Punkt.
Ergebnisse der Mobilitätsbefragung als Download:
- Mobilitätsbefragung 2011 (pdf, Präsentation, 29 Seiten, 1,38 MB)
- Haushaltsbefragung 2011 zum werktäglichen Verkehrsverhalten der Bevölkerung im Kreis Soest (pdf, Schlussbericht, 82 Seiten, 2,21 MB)
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