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Radwegebau in den Bundesländern - Mai 2012

Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen

Quelle:

difu am 31.05.2012

Bayern

B8: Neuer Radweg von Willenhofen bis zum Kreisverkehrsplatz verkürzt 12 km lange Radweglücke zwischen Neukirchen (Lkr. Regensburg) und Daßwang.

Südlich des Mittelzentrums Parsberg kreuzt die überregionale Verkehrsachse der B 8, Nürnberg - Regensburg die Staatsstraße 2230 von Dietfurt über Parsberg (BAB A 3) nach Hohenfels. In den letzten fünf Jahren ereigneten sich im Bereich dieses höhengleichen Knotenpunktes 22 Unfälle mit 23 Verletzten. Zusätzliche verkehrsrechtliche Maßnahmen konnten die Unfallzahlen nicht entscheidend verringern. Der neu errichtete Kreisverkehrsplatz soll nunmehr die Unfälle verhindern.

Mit der Maßnahme wurde gleichzeitig im Zuge der B 8 ein unfallträchtiger, kurviger und schmaler 2,3 km langer Teilabschnitt bestandsorientiert ausgebaut und damit die Verkehrssicherheit erhöht.

Auf der Südseite der Bundesstraße verkürzt der 4 km neu angelegte Radweg von Willenhofen bis zum Kreisverkehrsplatz die 12 km lange Radweglücke zwischen Neukirchen (Lkr. Regensburg) und Daßwang.

Für die Erhöhung der Verkehrssicherheit wurden bei den beschriebenen Maßnahmen rund 1,2 Mio. Euro investiert.

Quelle: Staatliches Bauamt Regensburg am 02.05.2012

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Berlin/Brandenburg

Radwege im Berlin-Brandenburger Naturpark Barnim neu ausgeschildert

Bernau – Radtouristen im Naturpark Barnim wissen in Zukunft genau, wo es langgeht. Dafür sorgt im Berlin-Brandenburger Naturpark eine neue Radwegebeschilderung an 416 Standorten, die am 9. Mai 2012 öffentlich eingeweiht wird.

Dr. Jana Radant, Bürgermeisterin der Gemeinde Wandlitz, und Naturparkleiter Dr. Peter Gärtner geben den Startschuss zum zielsicheren Radeln auf den nunmehr länder- und landkreisübergreifend vernetzten Radwegen im Naturpark. Geplant und umgesetzt wurde das Schilder-Großprojekt in Kooperation der Landkreise Barnim, Oberhavel und Märkisch-Oderland sowie von 5 Städten und 14 Gemeinden. Auch die Berliner Bezirke Pankow und Reinickendorf waren einbezogen. Das rund 96.000 Euro teure Vorhaben wurde zu 75 Prozent aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) gefördert.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Referat 02 "Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Internationale Kooperation" am 09.05.2012

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Berlin

Axel-Springer-Straße mit Radstreifen für den Verkehr freigegeben

Nach 13 Monaten Bauzeit wurde am 31. Mai 2012 durch Verkehrssenator Michael Müller die Axel-Springer-Straße für den Verkehr freigegeben. Die neue Axel-Springer-Straße verläuft vierspurig von der Schützenstraße bis zur Einmündung in die Leipziger Straße, wo eine neue Lichtsignalanlage den Verkehr regelt.

Auf einer Länge von rund 300m wurde die Axel-Springer-Straße als vierstreifige Hauptverkehrsstraße aus- bzw. in Teilen neu gebaut (zwei Richtungsfahrbahnen je 6m Breite inkl. Mittelstreifen). Neugebaut wurde im Bereich von Krausenstraße bis Leipziger Straße (90m), ausgebaut südlich der Krausenstraße bis zur Schützenstraße (187 m). Auf beiden Straßenseiten wurden außerdem Radfahrstreifen, Parkstreifen bzw. Parktaschen und Gehwege angelegt sowie Platz für Bäume geschaffen. Eine neue Straßenbeleuchtungsanlage wurde beidseitig errichtet, 64 Fahrradbügel aufgestellt und insgesamt 40 Ahorn-Bäume angepflanzt.

Seit Maueröffnung war die Anbindung der Axel-Springer-Straße an die Leipziger Straße im Zuge der Wiederherstellung der Ost-West-Straßenverbindungen geplant. Der Verkehr kann so gebündelt und die umgebenden Nebenstraßen entlastet werden. Von hoher Bedeutung ist die Entlastung vor allem für weite Teile der Friedrichstadt.

Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt am 31.05.2012

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Brandenburg

Potsdam: Radverkehrsmaßnahmen 2012

Einweihung der Schutzstreifen für Radfahrer in der Amundsenstraße und Am Neuen Palais
Auf der Straße Am Neuen Palais wurde heute das letzte Fahrradpiktogramm in Anwesenheit des Potsdamer Fahrradbeauftragten Torsten von Einem aufgebracht. Den Radfahrern stehen nun auch in der Straße Am Neuen Palais und in der Amundsenstraße bis Kreuzung Potsdamer Straße Schutzstreifen zum sicheren Fahren zur Verfügung. Vorher wurde die Fahrbahndecke auf weiten Abschnitten der Straßen erneuert. Die Kosten für die Markierung der Radschutzstreifen in der Amundsenstraße und der Straße Am Neuen Palais betragen 30.000 Euro.
Torsten von Einem: "Damit ist ein großes Stück der Tangentialroute 1 zwischen Zeppelinstraße und Potsdamer Straße für den Radverkehr verbessert und der Universitätsstandort am Neuen Palais in Nord- Südrichtung an das Radverkehrsnetz angebunden worden. Der Vorteil von Schutzstreifen ist, dass der Radfahrer im Sichtfeld des Verkehrs geführt wird, wodurch eine bessere Wahrnehmung der Radfahrer und damit eine höhere Verkehrssicherheit erreicht werden."
Die Fahrradinfrastruktur wird in Potsdam auf Basis der Radverkehrsstrategie verbessert und umgesetzt. Deshalb ist eine Konzentration der jährlich zur Verfügung stehenden Mittel von durchschnittlich 800.000 Euro für den Ausbau und die Erneuerung der prioritären Radrouten in Potsdam vorgesehen, die eine vordringliche Verbindungsfunktion für den Radverkehr haben. Die Tangentialroute 1 ist eine dieser prioritären Routen.
Torsten von Einem: "Die Vervollständigung des Radroutennetzes ist ein wesentlicher Baustein, um die Lust am Radfahren und damit den Radverkehrsanteil in Potsdam zu steigern."

Geplante Radverkehrsmaßnahmen 2012
Im Zuge der weiteren Umsetzung der Tangentialroute 1 erfolgt die Verbreiterung der Amundsenstraße zwischen Potsdamer Straße und Verlängerter Amtsstraße sowie die Markierung von Schutzstreifen für den Radverkehr. Als weitere größere Radverkehrsmaßnahmen ist 2012 die Verbreiterung und Erneuerung der Radwege in der Breiten Straße zwischen Zeppelinstraße und Wall am Kiez, die Erneuerung der Fahrbahn in der Großbeerenstraße in Höhe Filmpark stadteinwärts sowie die Errichtung einer Querungshilfe im Horstweg zwischen An der Alten Zauche und der Nuthebrücke zu nennen. Daneben erfolgt die Umsetzung mehrerer kleinteiliger Maßnahmen.

Hintergrund
Die Radrouten wurden anhand aller vorhandenen Radverkehrsanlagen im Jahr 2008 entwickelt und ermöglichen seitdem eine zielorientierte, Trassen gebündelte Verbesserung der Fahrradinfrastruktur. Die Routen mit vordringlicher Verbindungsfunktion (prioritäre Routen) untergliedern sich in Radialrouten (vom Stadtzentrum an den Stadtrand) und Tangentialrouten (im äußeren Stadtgebiet verbindende Radrouten).

Weitere Informationen zum Radverkehr in Potsdam

Quelle: Stadtverwaltung Potsdam am 14.05.2012

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Hessen

L 3309: Ausbau der Ortsdurchfahrt Großkrotzenburg und Herstellung eines kombinierten Rad- und Gehweges

Am 21. Mai 2012 begannen die Bauarbeiten zum Ausbau der Ortsdurchfahrt Großkrotzenburg und der Herstellung eines kombinierten Rad- und Gehweges auf der Lindenstraße / Taunusstraße zwischen Waitzweg (L 3308) und der Einmündung Liebfrauenstraße.

Im 1. Bauabschnitt wird das Land Hessen auf der nördlichen Straßenseite der L 3309 die vorhandene Entwässerungsrinne und die Fahrbahn bis auf eine Breite von ca. 4,00 m erneuert. Mit dem Abschluss des 1. Bauabschnittes ist voraussichtlich Mitte/Ende August 2012 zu rechnen.

Im sich danach anschließenden 2. Bauabschnitt wird der vorhandene Gehweg komplett aufgenommen und um ca. 1,00 m verbreitert. Dies ist eine Gemeinschaftsmaßnahme zwischen dem Land Hessen und der Gemeinde Großkrotzenburg. Der 2. Bauabschnitt beginnt ab der Einmündung Liebfrauenstraße bis zum Waitzweg auf der südlichen Seite der L 3309. Hessen Mobil wird die Restfahrbahnbreite erneuern. Die Arbeiten für diese Baumaßnahme können voraussichtlich Mitte November 2012 abgeschlossen werden.

Quelle: Hessen Mobil - Rhein-Main am 14.05.2012

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Hessen

Lückenschluss Radfernweg R1 entlang der Bundesstraße (B) 279 zwischen Gersfeld/Hettenhausen und Gersfeld/Altenfeld

Am 04. Juni 2012 beginnen die Bauarbeiten zum Aus- und Neubau des Geh- und Radweges entlang der Bundesstraße (B) 279 zwischen Hettenhausen und Altenfeld in der Gemarkung Gersfeld.

Durch den Neubau wird der Lückenschluss an den bereits bestehenden Radfernweg R 1 hergestellt. Parallel zur Bundesstraße 279 besteht dann eine durchgängige, verkehrssichere Radwegeverbindung. Vor allem im Bereich der Ortsdurchfahrt von Altenfeld wird somit die Sicherheit der Radfahrer deutlich verbessert.

Neben dem Neubau des Teilstücks, wird der bereits bestehende Radweg mit einer bituminösen Oberfläche ausgestattet. In Verbindung mit den Bauarbeiten wird durch die ÜWAG die vorhandene Freileitung durch eine Erdverkabelung ersetzt.

Die Arbeiten auf dem rund 1,700 km langen Abschnitt können nur unter Vollsperrung für den Radverkehr durchgeführt werden. Eine Umleitungsstrecke über hergerichtete Wirtschafts- und Feldwege ist ausgeschildert.

Die Bundesrepublik Deutschland investiert rund 500.000 Euro in den Aus- und Neubau des Geh- und Radweges. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich bis Ende September 2012 andauern.

Quelle: Hessen Mobil - Osthessen am 31.05.2012

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Niedersachsen

Braunschweig: Neuer Radweg von Rüningen nach Geitelde entlang der Kreisstraße 64

Am 5. Mai 2012 wurde der neue Radweg von Rüningen nach Geitelde offiziell eröffnet. Der von der Stadt Braunschweig gebaute rund 1,5 Kilometer lange Geh- und Radweg hat 550.000 Euro gekostet und verläuft an der Südseite der Kreisstraße 64.

Damit ist für Fußgänger und Radfahrer eine sichere und bequeme Verbindung zwischen beiden Stadtteilen entstanden. Geitelde ist zudem jetzt über Rüningen mit dem Braunschweiger Radwegenetz verbunden.

Quelle: Stadt Braunschweig am 04.05.2012

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Niedersachsen

B 248: Neuer Radweg zwischen Ehra und Voitze fertig gestellt / Radweglücke nach Sachsen-Anhalt geschlossen

Zwischen Ehra und Voitze (Landkreis Gifhorn) ist entlang der Bundesstraße 248 ein neuer Radweg entstanden. Am 11. Mai 1012 gaben Bernd Mühlnickel, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Wolfenbüttel, Bürgermeisterin Jenny Reissig (Gemeinde Ehra-Lessin), Bürgermeister Herbert Lange (Gemeinde Tülau) und Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel (Brome) den Radweg für den Verkehr frei.

Mit dem rund sechs Kilometer langen Abschnitt wird nach Angaben der Landesbehörde die Radweglücke zwischen Ehra und der Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt geschlossen, Zweiradfahrer erhalten damit mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Der auf der Südseite der B 248 angelegte Radweg hat eine Breite von 2,25 Metern und ermöglicht damit Radverkehr in beiden Fahrtrichtungen.

Die Bauarbeiten hatten Ende September 2011 begonnen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 690.000 Euro und werden vom Bund getragen.

Quelle: Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Wolfenbüttel am 11.05.2012

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Niedersachsen

Kreisstraße 160: Bau eines Radweges (Teil der überregional bedeutenden Boxenstopp-Route) zwischen den Ortschaften Liener und Wachtum

Das Land Niedersachsen fördert 2012 sieben Tourismusprojekte mit insgesamt 2,2 Mio. Euro.

Mit dem Geld wird unter anderem folgendes Projekt gefördert:

Im Landkreis Cloppenburg wird der Bau eines Radweges zwischen den Ortschaften Liener und Wachtum mit 228.000 Euro unterstützt. Das neue, 3,4 km lange Verbindungsstück an der Kreisstraße 160 ist Teil der überregional bedeutenden Boxenstopp-Route.

Quelle: Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr am 30.05.2012

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Nordrhein-Westfalen

57,4 Millionen Euro für den Bau von 197,8 Kilometern Radwegen im Jahr 2011 aus Straßenbaumitteln des Landes-Verkehrsministeriums

Während deutschlandweit zehn Prozent aller Wege mit dem Rad zurück gelegt werden, sind es in NRW 12,5 Prozent; Spitzenreiter ist Münster mit 37,6 Prozent. Das einheitlich ausgeschilderte Radverkehrsnetz führt auf 14.150 Kilometern durch alle 396 Gemeinden des Landes. Der Radroutenplaner verzeichnete im Jahr 2011 über 128 Millionen Zugriffe. Zwei Drittel aller Radstationen in Deutschland, nämlich 71 stehen in NRW. In der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise sind 66 Gebietskörperschaften aktiv. Im Jahr 2011 wurden aus Mitteln der Straßenbauabteilung des MWEBWV 57,4 Millionen Euro für den Bau von 197,8 Kilometern Radwege zur Verfügung gestellt.

Die Landesregierung hat laut Minister Voigtsberger ehrgeizige Ziele: "Wir wollen den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen auf 25 Prozent steigern. Machen wir es den Dänen oder den Niederländern nach; die fahren fast dreimal so viel Fahrrad wie die Deutschen (370 km pro Person und Jahr.)

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen am 04.05.2012

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Nordrhein-Westfalen

Weitere Verbesserungen für den Radverkehr in Aachen

Aachens Straßen werden für Fahrradfahrer sicherer gemacht. "Wir berücksichtigen dabei die gesetzlichen Änderungen und neuesten Erkenntnisse zu den Unfallgefahren", erläuterte Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken heute auf einer Pressekonferenz. Nachdem im letzten Jahr der Grabenring vor allem mit Schutzstreifen ausgestattet wurde, wird in diesem Jahr der Alleenring fahrradtauglich gemacht. Im Sommer sind Normaluhr und Junkerstraße an der Reihe. Die Benutzungspflicht für Zweiräder auf der Römerstraße wurde – wie auch an vielen anderen Stellen im Stadtgebiet – bereits entfernt. "Fahrradfahrer sind auf der Fahrbahn besser aufgehoben, dadurch werden viele Konfliktfälle vermieden, die es gibt, wenn der Radweg auf dem Bürgersteig verläuft", so Nacken. Das unvorsichtige Öffnen von Beifahrertüren, schlechte Sichtverhältnisse beim Abbiegen in Seitenstraßen und Fußgänger, die unbedacht über den Radweg laufen, sind die häufigsten Gefahrenpunkte für den Radverkehr. "Viele Eltern haben Angst davor, mit ihren Kindern auf der Straße zu fahren, aber die unter Achtjährigen müssen sowieso den Gehweg benutzen, die unter Zehnjährigen dürfen es", erklärte Nacken.

Wolfgang Sanders, Leiter der Straßenverkehrsbehörde, erläuterte, dass für Radfahrer eine Benutzungspflicht nur dann entstehe, wenn die Radwege oder –streifen mit einem der "blauen Verkehrszeichen mit Radsymbol" (Nr. 237, 240 oder 241) beschildert worden seien. Über Piktogramme auf der Fahrbahn oder Schutzstreifen allein werde diese Pflicht noch nicht ausgelöst. Nach Inkrafttreten der Radverkehrsnovelle aus dem Jahr 1997 habe man bereits damit begonnen, die Benutzungspflicht mancher Radwege auf dem Bürgersteig aufzuheben, zum Beispiel auf der Jülicher Straße. "Dort ist die erforderliche Mindestbreite nicht erfüllt", so Sanders. "Außerdem gab es dort einen Unfallschwerpunkt", ergänzte Gaby Mans aus dem Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen.

Auch am Seffenter Weg, Hackländerstraße, Lintertstraße oder an der Hohenstaufenallee sind – zum Teil erst vor kurzem – die Zweiradfahrer aus der Pflicht genommen worden, den farblich markierten Weg auf dem Bürgersteig nutzen zu müssen. "Der Gesetzgeber hat einen Paradigmenwechsel vollzogen. Wir müssen nun begründen, warum wir einen Radweg als benutzungspflichtig ausweisen", so Sanders. Darüber hinaus wurden die meisten Einbahnstraßen für Radfahrer in Gegenrichtung freigegeben. "Das bedeutet für Autofahrer, dass sie die Vorfahrtsregel ‚rechts vor links' beachten müssen", sagte Wolfgang Sanders. Außerdem wurden Aufstellflächen an großen Kreuzungen markiert, auf denen Radfahrer vor dem Autoverkehr nach links abbiegen können. Für unsichere Verkehrsteilnehmer wurde eine Möglichkeit geschaffen, indirekt mit dem Fußgänger-Grün nach links zu fahren, zum Beispiel an der Kreuzung Alexianergraben/Franzstraße.

Über 130.000 Fahrräder gibt es im Stadtgebiet Aachen - mehr als Autos angemeldet sind (105.000). "Für elf Prozent aller zurückgelegten Wege wird das Fahrrad genutzt", sagt Uwe Müller, Abteilungsleiter Verkehrsmanagement der Stadt Aachen, und beruft sich dabei auf eine Mobilitätserhebung, die im letzten Jahr gemeinsam mit der StädteRegion Aachen durchgeführt wurde. Aus der Untersuchung wurde auch deutlich, dass sich etwa ein Viertel aller Befragten unsicher fühlen, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. Wer der Schuldige an dieser Situation ist, kann jedoch aus der Untersuchung nicht abgeleitet werden: Etwa die Hälfte der Befragten gaben an, Autofahrer nehmen zu wenig Rücksicht auf Fahrradfahrer, ebenso werfen aber auch 47 Prozent den Radfahrern vor, zu wenig Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen.

Ziel der Stadt Aachen ist es, dass die Zahl der mit dem Fahrrad zurückgelegten Fahrten weiter steigt. Wichtige Schritte sind die Ausführungsbeschlüsse zur Junkerstraße und Normaluhr, die im Mobilitätsausschuss und in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte vor kurzem gefasst worden sind. Neben dem kompletten Alleenring werden später auch im Aachener Osten und auf einzelnen Hauptverkehrsstraßen (Vaalser Straße, Lütticher Straße, Krefelder Straße) Maßnahmen für einen sicheren Radverkehr ergriffen.

Weitere, ausführlichere Informationen unter www.aachen.de/fahrrad

Quelle: Stadt Aachen, Fachbereich Presse und Marketing am 14.05.2012

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