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Deutschland: Fahrradverleihsystem "Call a Bike" feiert zehnjähriges Jubiläum

Von 2005 bis 2012 hat sich die Zahl der registrierten Kunden auf 430.000 verfünffacht. Die Hauptstadt der Radler war 2011 München mit 1.200 Fahrrädern und knapp 135.000 Fahrtstunden.

Quelle:

Deutsche Bahn AG (www.deutschebahn.com) am 28.05.2012

In knapp 60 deutschen Großstädten macht die Deutsche Bahn ihre Kunden seit 2002 auch auf zwei Rädern mobil. Man erkennt sie sofort an ihrem Design und der auffälligen silber-roten Lackierung.

Die Mietfahrräder der DB warten an vielen großen Bahnhöfen und in Metropolen wie Berlin, München oder Köln auch an U-Bahn-Stationen, Plätzen und Kreuzungen auf städtische Kundschaft. Diese sucht für ihre kurzen Wege eine Alternative zum Auto und findet eine Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Mit Call a Bike erreicht die DB ganz neue Kunden: Berufspendler, die die letzten Kilometer vom U-Bahnhof zum Büro radeln wollen. Studenten, die schnell und günstig von hier nach dort wollen. Und nicht zuletzt Stadtmenschen, die dank Call a Bike ihr Auto öfter stehen lassen und spontan auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad umsteigen.

Denn das ist das Erfolgsgeheimnis von Call a Bike: Die Räder stehen an Bahnhöfen und vielen weiteren Standorten bereit und machen Fußgänger unmittelbar zu Radlern. Registrierte Kunden können sich mit einem Handy-Anruf oder per Chipkarte einchecken, losradeln, ankommen und sich am Ziel abmelden. Die Abrechnung kommt monatlich per Mail oder Post. Einfacher geht’s nicht. "Die bundesweite Entwicklung eines vollautomatischen Entleihsystems für Fahrräder ist das Verdienst der Deutschen Bahn", sagt Rolf Lübke. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von DB Rent und somit auch von Call a Bike wartet mit eindrucksvollen Zahlen auf: Von 2005 bis 2012 hat sich die Zahl der registrierten Kunden auf 430.000 verfünffacht. Die Hauptstadt der Radler war 2011 München mit 1.200 Fahrrädern und knapp 135.000 Fahrtstunden. Frankfurt am Main und Berlin folgten knapp dahinter. In fast allen Städten, in denen Call a Bike angeboten wird, steigt die Zahl der registrierten Kunden und die Mietdauer jährlich mit zweistelligen Zuwachsraten.

Call a Bike entwickelt sich weiter und nutzt dabei neueste Technologie. Bei der Erfindung dieses Mietradsystems vor zehn Jahren war die An- und Abmeldung per Handy die spektakuläre Innovation. Heute ist das Mobiltelefon vielerorts gar nicht mehr die Voraussetzung für Anmietung und Rückgabe. "Einige Städte bauen jetzt Stationen mit Säulen, an denen man sich mit seiner Kundenkarte eincheckt", sagt Rolf Lübke. Und dank GPS kann man sich beispielsweise in Frankfurt am Main neuerdings auch per Knopfdruck abmelden.

Die DB schärft mit diesem erfolgreichen Angebot ihre Kompetenz als Anbieter für öffentliche Mobilitätsketten mit Bahn und Bus – und dem nahtlosen Anschluss ans Fahrrad.

Der Automobilkonzern BMW hat Call a Bike zum offiziellen Verkehrsmittel für die kurzen Wege seiner 60.000 Mitarbeiter auf dem Werksgelände erkoren. In Tel Aviv rollt das für Israel ganz neue Angebot "TEL OFAN" seit einem Jahr mit knallgrünen Bikes in DB-Lizenz. Gegenwärtig bewirbt sich DB Rent in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen um den Auftrag für ein öffentliches Mietradsystem.

Wie wird man Call-a-Bike-Kunde?

Wer sich bei Call a Bike als Kunde registrieren lässt, kann die DB-Mieträder in allen 60 beteiligten Städten bundesweit nutzen. Es gibt zwei Tarife: Beim Grundtarif – für die sporadische Nutzung – zahlt man 8 Cent/Min. [max. 15 Euro am Tag, BahnCard-Inhaber und Studenten max. 9 Euro]. Für Vielfahrer empfiehlt sich der Pauschaltarif. Für eine Jahrespauschale von 48 Euro [BahnCard-Inhaber: 36 Euro; Studenten 24 Euro] radelt man die ersten 30 Minuten bei jeder Tour gratis. [Beim Hamburger Angebot StadtRAD sind die ersten 30 Minuten für alle Kunden generell kostenlos.] Ab der 31. Minute werden 8 Cent/Min. berechnet. Bezahlen kann man entweder per Kreditkarte oder per Bankeinzug.

Infos und Anmeldung: www.callabike.de, Tel. 07000/522 55 22 [aus dem deutschen Festnetz: Mo–Fr 9–18 Uhr 12,6 Cent/Min., Nebenzeit 6,3 Cent/Min., Mobilfunktarif ggf. abweichend].

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