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Auf dem Weg zu einem neuen Nationalen Radverkehrsplan 2020

Der Nationale Radverkehrsplan (NRVP) bildet die Grundlage für die Radverkehrspolitik in Deutschland und definiert die Rahmenbedingungen zur Stärkung des Fahrradverkehrs als Gesamtsystem.

Mit dem bisherigen NRVP 2002 - 2012 wurden positive Effekte erreicht, so etwa eine deutschlandweite Steigerung des Radverkehrsanteils sowie die Festigung eines Bewusstseins für den Radverkehr, vor allem bei Ländern und Kommunen.

Um dieses erfolgreiche Instrument der Radverkehrsförderung auch über das Jahr 2012 hinaus fortführen zu können, wurde im Koalitionsvertrag der 17. Legislaturperiode festgelegt: "Der Radverkehr stellt für uns einen wichtigen Bestandteil städtischer Mobilität dar. Deshalb werden wir den Nationalen Radverkehrsplan weiterentwickeln."

Weiterentwicklung des Nationalen Radverkehrsplans

Mit der Weiterentwicklung soll der NRVP auf neue verkehrspolitische Herausforderungen ausgerichtet werden. Dazu gehören unter anderem die zunehmende Bedeutung der Elektromobilität auch im Radverkehr, der Umgang mit dem wachsenden Radverkehr in Städten und Gemeinden sowie die Stärkung des Alltagsradverkehrs auch im ländlichen Raum.

Der Prozess zur Weiterentwicklung wurde Anfang 2011 gestartet. In drei Phasen soll der neue NRVP bis Mitte 2012 erarbeitet werden, so dass er zu Beginn des Jahres 2013 in Kraft treten kann. In der ersten Phase fanden fünf Expertenforen statt, in denen 25 durch Bundesminister Dr. Peter Ramsauer persönlich berufene Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie aus Ländern und Kommunen Empfehlungen für den neuen NRVP erarbeitet haben.

Foto: Übergabe der Expertenempfehlung an Minister Ramsauer
Foto: Übergabe der Empfehlungen durch die Expertengruppe an Minister Ramsauer

Auf dieser Grundlage wird in einer zweiten Phase der Entwurf des neuen NRVP erstellt. Dieser wird in der dritten Phase mit den Bundesländern sowie Verbänden und Organisationen diskutiert und innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Ziel ist ein Kabinettbeschluss möglichst bis zum Sommer 2012.

Beteiligungsmöglichkeiten

Für die interessierte (Fach-)Öffentlichkeit wurden zwischen Frühjahr und Herbst 2011 verschiedene Möglichkeiten angeboten, sich an der Weiterentwicklung des NRVP zu beteiligen.

Ende Mai wurden in Nürnberg auf dem zweiten Nationalen Radverkehrskongress mit der sogenannten "Ideenwand" zahlreiche Vorschläge und Ideen unter den Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmern gesammelt. Das Ergebnis wurde auf dem Internetportal www.nrvp.de veröffentlicht.

Foto: Ideenwand

Im Rahmen von zwei Entscheider- und Verbändeforen im April und September wurden die Erwartungen an einen neuen NRVP aus Sicht von Organisationen aus Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert.

Schließlich können auf der Fahrradkommunalkonferenz im November 2011 weitere Anregungen zum neuen NRVP im Rahmen von Arbeitsgruppen eingebracht werden.

Die Beiträge aus den einzelnen Beteiligungsangeboten stellen eine wertvolle Ergänzung zu den Expertenforen dar, und fließen in den Erstellungsprozess der Entwurfsfassung des neuen NRVP ein.

Weiterführende Informationen: