Graz: Fahrradständer im Alltagstest
Bürger wählen ihren Favoriten
Fahrradständertest in Graz, Freiheitsplatz
(Copyright: ARGUS Steiermark)
Handlungsfeld(er)
Handlungsebene
Landesebene, Kommunale Ebene: Landkreis, Unternehmen
Projektbeschreibung
Gute Fahrradabstellanlagen sind Kernelement einer fahrradfreundlichen Infrastruktur. Bei den Fahrradständern wird leider allzu oft zu wenig Wert auf Qualität gelegt. Die häufig eingesetzten "Felgenkiller" eignen sich bestenfalls für eine Kennzeichnung des Fahrradabstellplatzes.
Die Anforderungen an einen guten Ständer sind:
- Guter Halt; Schutz vor Wegrollen, Umfallen und Beschädigungen
- Diebstahlschutz – der Fahrradrahmen muss fix mit dem Abstellsystem verbunden werden können
- Komfortable und selbsterklärende Benutzung
- Platzsparendes und geordnetes Abstellen
- Ansprechende Optik
- Leichte Reinigung und Instandhaltung
- Gutes Kosten-/Nutzenverhältnis
Kein Fahrradständer kann alle Anforderungen in optimaler Weise erfüllen. Die Gewichtung der einzelnen Merkmale ist vom Aufstellort abhängig und hängt auch stark von der subjektiven Einschätzung der NutzerInnen ab. Das Land Steiermark möchte gute Fahrradständer fördern und hat in der Entscheidungsfindung über die Qualität der Fahrradständer die RadlerInnen selbst mit einbezogen. Dazu wurden vom 6. bis 23. Mai 2008 fünf verschiedene Fahrradständer in Graz in zentraler Lage zum Testen aufgestellt. Obwohl das Wetter während der Testwochen nicht gerade günstig war, nahmen rund 2.539 Interessierte am Fahrradständertest teil. Als Dankeschön für die Teilnahme gab es eine Gewinnchance auf ein Steirerbike und andere attraktive Sachpreise.
Die beiden TOP-Favoriten sind das Modell Beta XXL und das System Padera FBS, die jeweils über 600 Stimmen bekommen haben. Mit größerem Abstand folgten die drei anderen Modelle.
In Abstimmung mit einer Expertenrunde, in die auch ARGUS Steiermark eingebunden war, sollen nun nach Plänen des Verkehrsressorts die beiden erstgereihten Modelle den Gemeinden zum Ankauf empfohlen werden. Außerdem hat das Land Steiermark eine Förderschiene eingerichtet, die nicht auf bestimmte Modelle beschränkt ist, jedoch die Erfüllung von Qualitätskriterien voraussetzt.
DI Christian Steger-Vonmetz, Bregenz
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Fahrradständertest; die Meinungen der NutzerInnen werden penibel notiert.
(Copyright:
ARGUS Steiermark)
Fahrradständertest vor einem Sportgeschäft, Graz
(Copyright:
ARGUS Steiermark)
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Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?
In der Praxis ist es sehr schwer, gute Fahrradständer auszuwählen. Es gibt keine allgemein anerkannten Qualitätskriterien und Standards oder andere Hilfestellungen für die Beschaffung. Der Fahrradständertest in Graz ist ein erster Ansatzpunkt, um einerseits Fahrradständer überhaupt zu thematisieren und andererseits konkrete Empfehlungen abzugeben. Damit konnte dem vielfach geäußerten Wunsch nach einer Hilfestellung bei der Beschaffung von Fahrradständern nachgekommen werden. Gleichzeitig konnte mit dem Test das Bewusstsein für gute Fahrradständer gehoben werden.
Zielgruppe
- Politik / Öffentliche Hand
Evaluation
Das Projekt wird evaluiert, bzw. eine Evaluation ist geplant:
Ja
Nein
Projektträger / Projektbeteiligte
Projektträgerschaft
Projektträger
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, FA 18A
Laufzeit
Dauermaßnahme
Ansprechpartner
Projektebene / Trägerorganisation
Sachbearbeiter Radverkehr
Herr DI Günther Ilek
Forschungsgesellschaft Mobilität
Schönaugasse 8a
8010 Graz
Telefon: +43 316 810451 - 88
E-mail:
illek@fgm.at
WWW:
www.fgm.at
Kommunale Ebene
Infrastruktur, Organisation & Rahmenbedingungen
Ing. Walter Feigg
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Stempfergasse 7
8010 Graz
Telefon: +43 316 877-5948
E-mail:
walter.feigg@stmk.gv.at
WWW:
www.verkehr.steiermark.at
Stand der Information
31.05.2009