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Berlin

Cargo-Cruiser transportiert 250 Kilogramm CO2-frei durch die Umweltzone

Ein Lastenfahrrad im Schnee
© Jörg Thiemann-Linden

Berlins Fahrradbeauftragter stellte neues Transportkonzept in Berlin vor

"Das Konzept des Cargo-Cruisers passt emissionsfrei und wirtschaftlich sinnvoll bestens in die Radverkehrsstrategie Berlins, in den Nationalen Radverkehrsplan der Bundesregierung und in die Verkehrskonzepte der anderen Metropolen Europas", so Benno Koch, Berlins Fahrradbeauftragter.

Konzept des Cargo-Cruisers

Der neue Cargo-Cruiser kann ganz normal mit einem Gabelstapler mit Europaletten bis zu 250 Kilogramm beladen werden. Der Fahrer und das Transportgut sind vollständig gegen Witterungseinflüsse geschützt. Ein Elektromotor unterstützt den Fahrer und reduziert den körperlichen Kraftaufwand um 50 Prozent bis zu einer Geschwindigkeit von 24 km/h. Zwei mit regenerativen Energien zu betreibende Akkus liefern Energie für rund 80 Kilometer und damit für die durchschnittliche Tageskilometerleistung innerhalb der Berliner Umweltzone. Das Fahrzeug selbst ist rechtlich ein Fahrrad und darf auf den Radspuren am Stau vorbeifahren.

Cargo-Cruiser verbraucht umgerechnet nur 0,5 Liter pro 100 Kilometer

"Mit einem umgerechneten Energieverbrauch von nur 0,5 Liter pro 100 Kilometer sind die Transporte mit dem neuen Elektro-Cruiser in der Berliner Umweltzone nicht nur schadstofffrei, sondern auch wirtschaftlicher als mit herkömmlichen Fahrzeugen", sagt Achim Beier, Geschäftsführer von messenger Transport und Logistik GmbH und Betreiber des ersten Cargo-Cruisers.

"Nach unserer Berechnung könnten in den nächsten fünf Jahren etwa 20 Prozent oder 200 Fahrzeuge der vergleichbaren herkömmlichen Transporter in Berlin mit dem Cruiser ersetzt werden", so Beier. "Wir wollen nicht nur bunte Umwelt-Plaketten auf Windschutzscheiben kleben, sondern die Umweltzone wirklich umweltfreundlicher machen."

Unternehmerische Verantwortung fördern

Heide Wohlers vom fx Institut für zukunftsfähiges Wirtschaften sieht dringenden Handlungsbedarf: "An den Zapfsäulen klettern die Preise für Benzin und Diesel in schwindelnde Höhen. Der Grund: die fossilen Brennstoffe gehen langsam zu Ende. Der neue Cargo-Cruiser ist ein überzeugendes Beispiel für unternehmerische Verantwortung."

Berliner Firma Dreiradbau erhält erste Bestellung aus den Niederlanden

Hersteller des Cargo-Cruisers ist Olaf Lange: "Wir haben schon eine Bestellung aus den Niederlanden, wo eine Gemeinde die Müllentsorgung umweltfreundlich mit dem Cruiser abwickeln will. Und selbst aus New York gibt es Anfragen."

Der Cargo-Cruiser befindet sich im täglichen Einsatz in der Berliner Umweltzone und kann zu den normalen Kuriertarifen bestellt werden, ein zweites Fahrzeug wird nach Abschluss der Testphase von 15.000 Kilometern hinzukommen. "Das Konzept des Cruisers bietet sich nicht nur für Kurierunternehmen, sondern auch für viele Dienstleistungsfirmen an", so Lange.

Druckbare Fotos der Cargo-Cruiser Präsentation für Medien (kostenlos) stehen unter fotos.benno-koch.de zum Download zur Verfügung.

Zur Originalpressemitteilung

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Stand der Information
25. Juni 2008
Quelle

Benno Koch / Berliner Fahrradbeauftragter (www.benno-koch.de) // Difu (A.H.)

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