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Bike-Sharing und ÖPNV wachsen zusammen!

"Eifel e-Bike" im Kreis Euskirchen

Pedelecs
Pedelecs © Martina Hertel

Bike-Sharing und ÖPNV wachsen zusammen! Verkehrsministerium fördert „Eifel e-Bike“ mit 900.000 Euro

Im Kreis Euskirchen wird klimaneutrale Mobilität noch einfacher und komfortabler. Verkehrsminister Hendrik Wüst, der Euskirchener Landrat Markus Ramers und weitere lokale Repräsentanten aus Politik und Verwaltung haben am Bahnhof in Bad Münstereifel die erste E-Bike-Verleihstation des voll-digitalisierten Verleihsystems „Eifel e-Bike“ in Betrieb genommen.

Verkehrsminister Hendrik Wüst, der Euskirchener Landrat Markus Ramers und weitere lokale Repräsentanten aus Politik und Verwaltung haben am Bahnhof in Bad Münstereifel die erste E-Bike-Verleihstation des voll-digitalisierten Verleihsystems „Eifel e-Bike“ in Betrieb genommen. Das Projekt wird im Rahmen Landeswettbewerbs „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ durch das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium mit rund 900.000 Euro gefördert.
 
Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Die Zukunft der Mobilität ist digital und vernetzt – auch in ländlichen und suburbanen Räumen. Dank E-Bikes und Pedelecs können Pendler problemlos auch längere Distanzen zurücklegen. Das ‚Eifel e-Bike‘ ist digital buchbar und bezahlbar und ist nahtlos in den ÖPNV integriert. So machen wir Mobilität mit dem klimafreundlichen Fahrrad besser, sicherer und sauberer.“
 
Mit dem „Eifel e-Bike“ erhält der Kreis Euskirchen als erst zweiter Landkreis bundesweit ein flächendeckendes und 24/7-verfügbares E-Bike-Verleihsystem und bietet den Menschen ein neues und flexibles Mobilitätsangebot mit 120 Pedelecs in enger Verknüpfung zum ÖPNV, um die letzte Meile zwischen Haltestelle und Haustür komfortabel zurücklegen zu können. Die E-Bikes richten sich vor allem an ÖPNV-Pendler, Freizeitradler und Touristen. Das Verleihsystem wird im Auftrag des Kreises Euskirchen betrieben und durch das regionale ÖPNV-Unternehmen Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) in Zusammenarbeit mit der Firma „nextbike“ umgesetzt und koordiniert.
 
Markus Ramers, Landrat des Kreises Euskirchen: „Der Kreis Euskirchen ist fest entschlossen, die Mobilitätswende aktiv voran zu treiben. Das neue Verleihsystem ‚Eifel e-Bike‘ wird hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Ich freue mich sehr, dass wir dieses tolle Mobilitätsangebot jetzt zusammen mit der RVK und ‚nextbike‘ und dank der finanziellen Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen den Menschen im Kreis Euskirchen sowie natürlich auch unseren zahlreichen Gästen zur Verfügung stellen können.“
 
Die Ausleihe kann per Smartphone-App von ‚nextbike‘, über das VRS E-Ticket oder per Telefon erfolgen. Das kreisweite Netz der festen Stationen wird ergänzt durch zahlreiche virtuelle Stationen, an denen Fahrten beendet und begonnen werden können. Die virtuellen Stationen werden mit einem entsprechenden Ortsmarker in der App gekennzeichnet.
 
Sabine Preiser-Marian, Bürgermeisterin der Stadt Bad Münstereifel: „Die E-Bike-Verleihstation ist ein wichtiger Baustein für die Mobilität in unserer Stadt und speziell im Hinblick auf den Ausbau des Bahnhofs zu einer Mobilstation. Besonders bei der Siedlungsstruktur und Topographie von Bad Münstereifel bietet das ‚Eifel e-Bike‘ eine tolle Mobilitätsalternative.“
 
Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH: „Mit dem ‚Eifel e-Bike‘ startet die RVK bereits ihr drittes E-Bike-Verleihsystem im Großraum Köln/Bonn innerhalb von drei Jahren. Das zeigt, dass die anfängliche Idee sich zu einer nachhaltigen Lösung entwickelt hat und wir sind froh, den Menschen in der Region neben unseren Bussen auch Mobilität auf zwei Rädern anbieten zu können. Die elektrische Tretunterstützung tut ein Übriges, um die Nutzerinnen und Nutzer zu überzeugen. Um Staus in den Großstädten zu verringern, müssen auch in der Region Mobilitätsalternativen zum Pkw geschaffen werden.“
 
Im Rahmen des „Eifel e-Bike“ wird zudem eine gänzlich neue Variante eines Fahrradverleihsystems erprobt: das „Dorfrad“. Zunächst wird in den Orten Bürvenich und Eppenich (Stadt Zülpich) eine zusätzliche Anzahl von zehn Pedelecs und zehn virtuellen Stationen installiert. Damit wird in diesen Orten ein zum ÖPNV weiteres ergänzendes Angebot bereitgestellt.
 
Markus Böhm, Geschäftsführer der e-regio GmbH & Co. KG: „E-regio stellt als regionaler Versorger 100 Prozent regenerativen Strom zum Betrieb der E-Bike-Stationen bereit. Damit wird das ‚Eifel e-Bike‘ auch unter Klimaschutzgesichtspunkten im wahrsten Sinne des Wortes eine runde Sache und fügt sich wunderbar in unser anderweitiges Angebot für Elektromobilitätslösungen.“
 
Übersicht der „Eifel e-Bike-Stationen“ im Kreis Euskirchen:

  • Blankenheim Wald, Bahnhof
  • Dahlem, Bahnhof
  • Euskirchen, Bahnhof
  • Euskirchen-Kuchenheim, Bahnhof
  • Hellenthal, Busbahnhof
  • Kall, Bahnhof
  • Mechernich, Bahnhof
  • Nettersheim, Bahnhof
  • Schleiden, Gemünd-Mitte
  • Zülpich, Mühlenberg

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Hintergrund Landeswettbewerb:
Das Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalens hat im Rahmen des Landeswettbewerbs „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ Kommunen, kommunale Zweckverbände und SPNV-Aufgabenträger aufgefordert, innovative Konzepte für den ÖPNV im ländlichen Raum zu entwickeln. Durch die Modellprojekte sollen Wege aufgezeigt werden, wie in eher ländlich geprägten und suburbanen Räumen ÖPNV-Angebote neu geschaffen oder die bestehenden Angebote attraktiver gestaltet werden können. Für die Erprobung der Modellprojekte stehen bis zum Jahr 2024 insgesamt 30 Millionen Euro bereit. 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten können gefördert werden. Die maximale Höhe der Zuwendung über die Laufzeit beträgt 5 Millionen Euro für ein Projekt. Insgesamt wurden 38 Projektvorschläge eingereicht. Eine Experten-Jury hat die Bestplatzierten ausgewählt. 15 Projekte profitieren nun von der Landesförderung.

Meta Infos
Stand der Information
7. Juli 2021
Weitere Informationen
Quelle
Land
Nordrhein-Westfalen
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte