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Empfehlungen für die Planung von Fahrradabstellanlagen auf privaten Flächen

Hamburger Leitfaden "Fahrradparken im Quartier"

Leitfaden Fahrradparken im Quartier
Leitfaden Fahrradparken im Quartier © Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW), ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB

Empfehlungen für die Planung von Fahrradabstellanlagen auf privaten Flächen - Hamburger Leitfaden zum Fahrradparken im Quartier

Der Leitfaden, der Ende 2020 veröffentlicht wurde, richtet sich an alle, die neu bauen, sowie an Eigentümerinnen und Eigentümer bzw. Verwaltungen von Bestandsgebäuden, die nach einer guten Lösung zur Unterbringung von Fahrrädern suchen. Er soll als Hilfestellung beim Bau von qualitativ hochwertigen Fahrradabstellanlagen in Wohnquartieren und bei der Erstellung von Fahrradparkkonzepten dienen, indem die am besten geeigneten Abstellanlagen und Realisierungsstrategien für die in Hamburg typischerweise vorkommenden Quartiere vorgestellt werden.

Im Vorwort der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Dorothee Stapelfeldt, heißt es:

"Eine Stadt für Alle" lautet der Anspruch der Hamburger Stadtentwicklungspolitik. Auf die Mobilität bezogen heißt das, die Verkehrswege und angebote stetig und umfassend weiter zu verbessern. Ziel ist eine möglichst schnelle und bequeme sowie raum und ressourcenschonende Fortbewegung. Bei der Planung neuer Wohn und Gewerbegebiete werden diese Aspekte deswegen selbstverständlich von Anfang an ressortübergreifend mitgedacht.

Besonders große Anstrengungen unternimmt Hamburg, um die Infrastruktur zum Fahrradfahren zu verbessern. Für Stadtbewohnerinnen und bewohner ist das Fahrrad ideal: Fast 80 Prozent der Wege, die die Hamburgerinnen und Hamburger zurücklegen, sind neueren Studien zufolge kürzer als 10 km, können also mit dem Fahrrad oder vielfach sogar zu Fuß zurückgelegt werden.

Neben dem Radwegenetz bauen wir auch das Angebot an Abstellmöglichkeiten im öffentlichen Raum, insbesondere an wichtigen Zielen wie Schnellbahnstationen und öffentlichen Einrichtungen aus. Zu Hause wiederum sollte das Fahrrad schnell und komfortabel verfügbar sein, denn häufig müssen Räder vor dem Losfahren aus engen Kellerräumen und über verwinkelte Treppen aus dem Gebäude getragen werden – das verleidet schnell die Benutzung dieses umweltfreundlichen Verkehrsmittels für die Fahrt zur Arbeitsstätte, zum Supermarkt oder in den Park. Leider gibt es in älteren Gebäuden häufg zu wenige geeignete Fahrradabstellmöglichkeiten, und selbst in manchen neueren Gebäuden könnten sie komfortabler sein. Aber wieviel Fläche ist erforderlich, und welche Abstellelemente eignen sich am besten? Was sind gute Lösungen im Neubau wie auch im Bestand? Wo gibt es Flächenpotenziale, wenn jeder Quadratmeter verplant erscheint?

Fragen wie diese soll dieser Leitfaden helfen zu beantworten. Die hier enthaltenen Empfehlungen richten sich vor allem an private Bauherren, Investoren und Bauträger, Architekten und Planer, Wohnungsbauunternehmen und sonstige Immobilieneigentümer und -verwaltungen, Einzelhändler und Arbeitgeber. Sie fnden hier viele nützliche, auf die besonderen Hamburger Bedingungen zugeschnittene Handreichungen. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Inhalte des Leitfadens "Fahrradparken in Quartier"

  • Der Hamburger Leitfaden
  • Rechtliche Anforderungen
  • Grundsätze des Fahrradparkens
  • Nutzungsanforderungen an Fahrradabstellanlagen
  • Diebstahlschutz
  • Erreichbarkeit
  • Witterungsschutz
  • Benutzungsfreundlichkeit
  • Zugänglichkeit
  • Einsehbarkeit und Übersichtlichkeit
  • Gestaltung
  • Stromversorgung
  • Kosten- und Flächeneffzienz
  • Nutzungsgruppen
  • Über-Nacht-Parkende
  • Langzeitparkende
  • Kurzzeitparkende / Besucherinnen und Besucher
  • Dimensionierungsübersicht
  • Maßnahmenvorschläge und Handlungsempfehlungen
  • Abstellelemente
  • Anlehnbügel
  • Doppelstockparksystem
  • Vertikale Aufhängung
  • Fahrradpoller
  • Musterlösungen
  • Anlehnbügel ohne Überdachung
  • Anlehnbügel mit Überdachung
  • Fahrradbox
  • Fahrradkleingarage
  • Fahrradsammelgarage
  • Fahrradgroßgarage
  • Fahrradraum im Erdgeschoss
  • Fahrradraum auf der Etage
  • Fahrradraum im Untergeschoss
  • Fahrradabteil in der Tiefgarage
  • Anregungen zu Abstellanlagen in unterschiedlichen Quartierstypologien
  • Neubauquartiere
  • Gründerzeitquartiere
  • 1920er-Jahre-Quartiere
  • 1950er-/1960er-Jahre-Quartiere
  • 1970er-Jahre-Quartiere
  • Quartiere mit gemischten Nutzungen
  • Übersicht: Quartierstypologien und passende Abstellanlagen
  • Übersicht möglicher Standorte
  • Serviceangebote rund ums Fahrrad
  • Hinweise zum Betrieb
  • Zuständigkeit klären
  • Fahrradplätze zuordnen
  • Fahrradplätze bewirtschaften
  • Anhang
  • Abbildungsverzeichnis
Meta Infos
Stand der Information
25. März 2021
Weitere Informationen
Quelle
Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) // Difu (A.H.)
Land
Hamburg
Handlungsfelder NRVP
Fahrradthemen
Schlagworte