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Mit dem Rad zum Flughafen

Neue Maßstäbe für Berufspendelnde in Gewerbegebieten

Radfahrer am Rollfeld
Radfahrer am Rollfeld © Lumaloft Visuals

Mit dem Rad zum Flughafen: neue Maßstäbe für Berufspendelnde in Gewerbegebieten

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) setzt seine Unterstützung für innovative Radverkehrsprojekte fort. Die Fraport AG erhält eine Zuwendung in Höhe von rund 2.900.000 Euro, um mittels einer modernen Rad- und Fußverkehrsbrücke attraktive Rahmenbedingungen für den Freizeit- und Pendelverkehr zu schaffen. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ist Projektträger für das Förderprogramm.

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit seinem Förderprogramm die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern.

Die Fraport AG, Frankfurt am Main, wird als Teil des Gesamtkonzepts "Verbesserung der Nahmobilität im Bereich Terminal 2" eine neue Fuß- und Radverkehrsbrücke über die neunspurige Kapitän-Lehmann-Straße errichten. Diese muss gegenwärtig umfahren werden und stellt somit eine Barriere für den Radverkehr und insbesondere für Berufspendler dar. An zentraler Stelle zwischen dem Gewerbegebiet "Gateway Gardens", dem Terminal 2 und einem entstehenden ÖPNV-Knotenpunkt schließt die Maßnahme damit eine Lücke im Flughafenrundweg sowie in den überörtlichen Radrouten in Richtung Darmstadt, Langen, Neu-Isenburg, Frankfurt und Kelsterbach.

Das Vorhaben baut auf den Erkenntnissen des NRVP-Projekts "Fahrradfreundliche Gewerbegebiete am Beispiel des Frankfurter Flughafens" auf, welches dort unter anderem ein Potenzial von täglich bis zu 10.000 Berufspendelnden identifiziert hat, die durch ein breites Maßnahmenbündel zum Umstieg auf das Fahrrad motiviert werden sollen. Die Rad- und Fußverkehrsbrücke soll, als eindrucksvolles Wahrzeichen für den Radverkehr in der Rhein-Main-Region, in moderner, aber ansprechender Leichtbauweise entstehen und besondere Strahlkraft für die fahrradfreundliche Anbindung von Gewerbegebieten entwickeln.

Das Brückenbauvorhaben läuft bis Ende 2023. Von den geplanten Gesamtausgaben werden 75 % durch Bundesmittel finanziert, was einer Zuwendungssumme von etwa 2.900.000 € entspricht. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ist Projektträger für das Förderprogramm.

Weitere Informationen zum Thema Radverkehr finden Sie unter dem Stichwort "Förderprogramme" auf der Website des Bundesamtes für Güterverkehr unter www.bag.bund.de.

Hintergrund zum NRVP-Projekt (Stand 2019):

Das NRVP-Projekt sollte die Situation für Radfahrende in Gewerbe- und Industriestandorten nachhaltig verbessern. Dies wurde beispielhaft am Flughafen Frankfurt erarbeitet und erprobt. Hauptaugenmerk des Projekts lag auf den Pendelnden, die in fahrrad- bzw. pedelectauglichen Distanzen zum Flughafen wohnen.

Für die Konzeption eines ganzheitlichen fahrradfreundlichen Gewerbegebiets wurden während des Projekts drei Handlungsfelder bearbeitet, die sich gegenseitig bedingen: Kommunikation, fahrradfreundliche (kommunale) Infrastruktur und Fahrradförderung im Unternehmen. In jedem der drei Handlungsfelder wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt, die zusammengenommen die oben genannten Ziele fördern sollten. Alle Maßnahmen und Ergebnisse werden ausführlich in der Abschlussdokumentation "Fahrradfreundliche Gewerbegebiete – Empfehlungen zur Förderung des Radverkehrs am Beispiel des Frankfurter Flughafens" dargestellt.

Als weitere Maßnahme wurde ein Online-Informationstool eingerichtet, auf dem Wissenswertes rund um Fahrradinfrastruktur auf dem Weg zum und am Flughafen aufgezeigt wird. Erarbeitet wurde auch ein übertragbares Marketingkonzept, das konkrete, leicht umsetzbare und praxisbezogene Maßnahmen enthält, mit deren Hilfe Mitarbeitende durch Unternehmen oder Kommunen zum Radpendeln motiviert werden sollen.