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Dezember 2020

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Bundesamt für Güterverkehr (BAG): Förderbescheide für modellhafte Radverkehrsmaßnahmen in Esch, Rostock, Mönchengladbach und Korntal-Münchingen

Mit erneuerbarer Energie zu mehr Sicherheit: Bund fördert innovatives Radverkehrsvorhaben mit Lückenschluss sowie Rad- und Fußwegebrücke über die Salm in Esch (Rheinland-Pfalz):

Die Ortsgemeinde Esch erhält für ein modellhaftes Radverkehrsvorhaben eine erste Zuwendung des Bundes in Höhe von 64.000 Euro. Im Rahmen der Maßnahme sollen ein Lückenschluss sowie eine Rad- und Fußwegebrücke über die Salm realisiert werden – mit einer Beleuchtung, die sich aus lokal gewonnenem und gespeichertem Strom aus Wasserkraft speist. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) setzt das Förderprogramm als Projektträger um.

Mit der der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland unterstützt das BMVI die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern.

Die Gemeinde Esch dient aufgrund ihrer Ortslage als Knotenpunkt für viele stark befahrene Radwege. Dabei stellt die Querung der Salm einen Schwachpunkt dar; die vorhandene Überführung ist weder barrierefrei noch ausreichend komfortabel. Die geplante neue Brücke nimmt in Ergänzung mit einem 250 m langen Lückenschluss die Bedürfnisse der Radfahrenden in den Fokus und schafft dadurch eine attraktive, sichere und fortschrittliche Wegstrecke für den Alltags- und Freizeitverkehr. Ein besonderes Merkmal des Vorhabens ist die wasserkraftbetriebene Energiegewinnung für die Beleuchtung der Radverbindung. In der Kombination dieser Maßnahmen ist das Vorhaben insbesondere im ländlichen Raum richtungsweisend für die Ausleuchtung von Rad- und Wanderwegen, die an Gewässern entlangführen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellt in einer ersten Zuwendung Bundesmittel in Höhe von 64.000 Euro zur Verfügung und unterstützt damit bis zu 80 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben für die Planungsleistungen. Im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel ist in einem zweiten Schritt auch die Förderung der baulichen Umsetzung des Vorhabens durch den Bund vorgesehen.

Radverkehr punktet am Borussia-Park: Zuwendung des Bundes für die Errichtung einer Radschnellverbindung in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen):

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert mit rund 800.000 Euro die Realisierung des ersten Bauabschnitts der Stadt Mönchengladbach für den Radweg Rheindahlen Nordpark. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) setzt das Förderprogramm als Projektträger um.

Mit der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland unterstützt das BMVI die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern.

Zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung zudem ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket beschlossen, in Ergänzung dessen das BMVI die Förderquoten im Programm zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs erhöht hat. Dadurch können die Planung und bauliche Umsetzung des 1. Bauabschnitts des Vorhabens "Radweg Rheindahlen Nordpark" in Mönchengladbach mit 100 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben gefördert werden, was einer Zuwendungssumme von bis zu rund 800.000 Euro entspricht.

Der aktuell zu realisierende erste Bauabschnitt hat eine Länge von 835 Metern und verläuft weitgehend auf dem Gelände des ehemaligen Hauptquartiers der britischen Rheinarmee bis zum benachbarten Nordpark. Auf diesem Abschnitt sollen ein vier Meter breiter Zweirichtungsradweg sowie ein 2,5 Meter breiter Gehweg errichtet werden. Ziel ist die Schaffung einer attraktiven neuen Radschnellverbindung für den Alltags- und Freizeitverkehr mit gleichzeitiger Nutzbarkeit der Wegeverbindung für den Fußverkehr zwischen dem Stadtteil Rheindahlen und dem Nordpark, Standort des Borussia-Parks und Spielstätte hochkarätigen Fußballsports.

Auf einer Gesamtstrecke von ca. 3,4 Kilometern soll der Radweg unabhängig vom KFZ-Verkehr auf einer stillgelegten Bahntrasse geführt werden. Die Radverkehrsverbindung soll mit dem bestehenden Radnetz NRW verknüpft und darüber hinaus Verbindungen zu Themenrouten (EUROGA-Radroute/Deutsche Fußballroute NRW) geschaffen werden. Das Vorhaben ist Bestandteil der Planungen einer potentiellen regionalen Radvorrangroute, die von Erkelenz kommend über Rheindahlen/Nordpark in Richtung Krefeld führen soll. Die Umsetzung des geförderten ersten Bauabschnitts "Nordpark" soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Ein Ausrufezeichen für den Radverkehr: Rostock erhält erste Zuwendung des Bundes für symbolträchtige Rad- und Fußverkehrsbrücke über die Warnow (Mecklenburg-Vorpommern):

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock plant eine symbolträchtige Rad- und Fußverkehrsbrücke über die Warnow. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Vorhaben mit einer ersten Zuwendung in Höhe von rund 6 Millionen. Euro. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übergab den Zuwendungsbescheid im Rahmen eines digitalen Formates an den Oberbürgermeister der Stadt Rostock.

Mit der der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland unterstützt das BMVI die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) setzt das Förderprogramm als Projektträger um.

Im Rahmen des zu fördernden Vorhabens plant die Hanse- und Universitätsstadt Rostock eine Querung der Warnow im Bereich des Hafengebiets für den Rad- und Fußverkehr, um den Rostocker Norden direkt an die Innenstadt anzubinden. Die bauliche Gestaltung sowie die Zeitersparnis durch die neue, attraktive Verbindung setzen für den Alltagsverkehr klare Anreize zum Umstieg auf das Fahrrad. Hierzu kommt die touristische Strahlkraft der etwa 600 m langen Brücke, welche auch Bestandteil des internationalen Radwanderwegs Kopenhagen-Berlin sein wird.

Ein anspruchsvolles Brückendesign soll dabei sicherstellen, dass sich das Bauwerk stimmig in die Altstadtsilhouette einfügt. Zudem sieht der Planungsentwurf mit Blick auf den wassergebundenen Verkehr neben einem festen Teilabschnitt ein bewegliches, täglich mehrfach geöffnetes Brückenteil vor – hierdurch wird selbst Großseglern eine Durchfahrt ermöglicht. Insgesamt entsteht somit ein Bauwerk, das über seinen verkehrlichen Nutzen vor Ort hinaus Symbolcharakter für die Entwicklung des Radverkehrs in Deutschland hat.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellt in einer ersten Zuwendung Bundesmittel in Höhe von rund 6.000.000 Euro zur Verfügung. Damit fördert der Bund bis zu 80 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben für die Planungsleistungen sowie vorbereitenden Maßnahmen des Vorhabens. Im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel ist in einem zweiten Schritt auch die Förderung der baulichen Umsetzung des Vorhabens durch den Bund vorgesehen. Die Warnowbrücke soll im ersten Halbjahr 2025 fertiggestellt sein.

Korntal-Münchingen erhält Förderbescheid: Radverkehrsprojekt "Neuordnung der Mobilitätsinfrastruktur am Bahnhof Korntal" (Baden-Württemberg):

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert mit rund 611.000 Euro das innovative Radverkehrsprojekt "Neuordnung der Mobilitätsinfrastruktur am Bahnhof Korntal". Der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Steffen Bilger hat den Zuwendungsbescheid persönlich an den Bürgermeister der Stadt Korntal-Münchingen übergeben. In Rahmen des geförderten Vorhabens soll mit der Schaffung eines neuen Konzepts für den Fuß- und Radverkehr, der Bereitstellung neuer Fahrradabstellanlagen sowie mit dem fahrradfreundlichen Umbau des Bahnhofsplatzes ein Beitrag zur intermodalen Nutzung klimafreundlicher Verkehrsträger geschaffen werden.

Mit der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern.

Im geförderten Vorhaben verwirklicht die Stadt Korntal-Münchingen im Bereich des Bahnhofs ein umfangreiches und modellhaftes Maßnahmenpaket zur Setzung attraktiver Rahmenbedingungen für den Radverkehr. Der Bahnhof Korntal stellt dabei – als einzige S-Bahnhaltestelle im Stadtgebiet – das Zentrum für die Verknüpfung unterschiedlicher nachhaltiger Verkehrsträger dar. So sollen etwa 100 neue Fahrradstellplätze geschaffen und der Bahnhofsvorplatz neu geordnet werden. Dieser wird zudem im Rahmen der Klimafolgenanpassung mit vermehrter Durchgrünung und kühlender Wasserinfrastruktur attraktiv gestaltet. Begleitet werden die Maßnahmen durch eine Bewohnerparkregelung im Bahnhofsumfeld sowie der Einführung eines überregional nutzbaren Radverleihsystems.

Das Vorhaben der Stadt Korntal-Münchingen soll bis Ende 2023 umgesetzt sein. Das BMVI stellt Bundesmittel in Höhe von rund 611.000 Euro zur Verfügung und fördert damit bis zu 80 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern. Förderfähig sind dabei auch vorbereitende Planungsmaßnahmen, die die spätere bauliche Umsetzung eines modellhaften Vorhabens ermöglichen.

Weitere Informationen zum Thema Radverkehr finden Sie unter dem Stichwort "Förderprogramme" auf der Website des Bundesamtes für Güterverkehr unter www.bag.bund.de.

Quelle: Bundesamt für Güterverkehr / Fahrradportal im Dezember 2020

Baden-Württemberg: Land macht Radschnellwege erlebbar - Demonstrationsteilstück zwischen Reichenbach und Ebersbach im Filstal

Verkehrsminister Winfried Hermann: "Die komfortable und klimafreundliche Alternative zum Auto soll bald für Bürgerinnen und Bürger erlebbar werden." Am künftigen Radschnellweg im Filstal wird zwischen Reichenbach und Ebersbach ein Demonstrationsabschnitt errichtet. Für dessen baldige Umsetzung ist nun ein weiterer Planungsschritt unternommen worden – die Anhörung der Träger öffentlicher Belange zum Vorentwurf. Verkehrsminister Winfried Hermann MdL: "Mit diesem Demonstrationsteilstück möchten wir möglichst bald ein Teilstück eines Radschnellwegs für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen. Radschnellwege sollen vor allem für Pendlerinnen und Pendler eine schnelle, komfortable, umwelt- und klimafreundliche Alternative zum Auto ermöglichen."

Das 1,3 Kilometer lange Teilstück parallel zur L1192 zwischen Reichenbach und Ebersbach beginnt am Ortsausgang Reichenbach (Einmündung Filsstraße) und endet auf Höhe der Kläranlage Ebersbach. Vorgesehen ist der Ausbau des 2,5 Meter Geh- und Radwegs zu einem vier Meter breiten Radschnellweg. Das Demonstrationsstück schließt in Reichenbach direkt an den Radschnellweg RS4 von Esslingen nach Reichenbach an, der als eines von drei Pilotprojekten des Landes umgesetzt wird. Außerdem wird ab der Kreisgrenze Esslingen/Göppingen der Beginn des Filstal-Radschnellwegs realisiert, der sich in der Baulast des Kreises Göppingen befindet. Die Kosten für das Teilstück sind auf eine Million Euro veranschlagt, voraussichtlicher Baubeginn wird in der ersten Jahreshälfte 2021 sein.

Hintergrundinformationen zu Radschnellwegen

  • Radschnellverbindungen zeichnen sich aus durch:
  • Mindestens fünf Kilometer Gesamtstrecke
  • Überwiegend vier Meter breit
  • Interkommunale, weitgehend kreuzungsfreie Verbindung
  • Bevorrechtigte Führung der Radfahrenden
  • Bedeutende Verbindung für Alltagsradverkehr: Mindestens 2.000 Radfahrer in 24 Stunden auf dem überwiegenden Teil der Gesamtstrecke

Radschnellwege sind aufgrund direkter Führungen mit wenigen Stopps und großer Breiten besonders attraktiv gerade auch auf längeren Distanzen. Sie haben insbesondere aufgrund der steigenden Nutzung von E-Bikes und Pedelecs großes Potenzial, um die Hauptverkehrsachsen auf Straßen und Schienen zu entlasten, Staus zu vermeiden und zur Luftreinhaltung beizutragen. Bei Radschnellwegen wird die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit dadurch erhöht, dass durch kreuzungsfreie oder bevorrechtigte Führungen die Radfahrerinnen und Radfahrer weniger oft anhalten und warten müssen.

Quelle: VM Baden-Württemberg am 01.12.2020

Baden-Württemberg: Bürgerbeteiligung zum Radschnellweg von Freiburg nach Emmendingen und Waldkirch bis 31. Januar 2021

Mehr als 180 Interessierte haben am 14.12.2020 an der virtuellen Auftaktveranstaltung der Bürgerbeteiligung zum Radschnellweg von Freiburg nach Emmendingen und Waldkirch teilgenommen.

Vorgestellt wurde neben dem aktuellen Planungsstand die neue Internetseite zum ersten Radverkehrs-Großprojekt des Regierungspräsidiums Freiburg und der Stadt Freiburg.

Bis zum 31. Januar 2021 können Sie auf einer Online-Beteiligungskarte Ihre Anregungen einbringen: www.breisgau-y.de/onlinebeteiligung

In einem zweiten Teil der Veranstaltung konnten die Bürgerinnen und Bürger in fünf virtuellen Themenräumen Fragen an das Planungsteam stellen.

Quelle: www.breisgau-y.de am 14.12.2020

Bayern: Neue 240-Meter-Brücke am Arnulfpark in München für Fuß- und Radverkehr frei

Seit Mitte Dezember 2020 kann die neue Fuß- und Radwegbrücke über die zentrale Bahnachse am Arnulfpark beim S-Bahn-Haltepunkt Donnersbergerbrücke genutzt werden. Pünktlich zum Jahresende konnte das Baureferat die neue gleisübergreifende Verbindung fertigstellen. Der Stadtrat hatte im Dezember 2017 die Ausführungsgenehmigung für den Bau erteilt. Sie bietet für den Fuß- und Radverkehr eine attraktive Alternative zur Hackerbrücke, Donnersbergerbrücke und Friedenheimer Brücke, die allesamt sehr verkehrsreich sind. Die neue Brücke verbindet als wesentliches Element der übergeordneten Fahrradrouten den Süden (Schwanthalerhöhe) mit dem Norden (Neuhausen und Maxvorstadt).

Oberbürgermeister Dieter Reiter: "Ein wichtiger Brückenschlag ist hier gelungen und wir freuen uns alle über dieses eindrucksvolle Bauwerk, das termingerecht kurz vor Weihnachten fertig wurde. Zu Fuß und mit dem Rad kann man jetzt sicher, barrierefrei und unbehelligt vom motorisierten Verkehr, der über die Nachbarbrücken verläuft, die Bahngleise überqueren. Zugleich verbindet diese Brücke die Wohn- und Gewerbequartiere auf beiden Seiten der Bahnachse".

Die Gestaltung der neuen Fuß- und Radwegbrücke basiert auf dem Entwurf des Planungsteams SSF Ingenieure und Lang Hugger Rampp Architekten, das als Sieger aus einem vom Baureferat durchgeführten europaweiten Wettbewerbsverfahren hervorging. Die Brücke quert in einem leicht gewölbten Bogen auf etwa 240 Metern Länge insgesamt 37 Gleise des Gleisvorfeldes des Hauptbahnhofs München; die nutzbare Breite des Bauwerks variiert zwischen fünf und sechs Metern. Zwei schlanke Stützen im Gleisbereich tragen die Brückenkonstruktion. Die seitliche Verglasung dient der Sicherheit, als Windschutz und ermöglicht eine gute Aussicht auf die Stadt.

Auf beiden Seiten, an der Erika-Mann-Straße und an der Philipp-Loewenfeld-Straße, ermöglichen barrierefreie Rampen, Treppenanlagen und Aufzüge den Zugang. Die beiden Bahnsteige des S-Bahn-Haltepunktes Donnersbergerbrücke können über Bahnsteigtreppen von der neuen Brücke aus erreicht werden. Eine gleichmäßige Beleuchtung sorgt überall für sichere Verkehrswege. Die nördliche, spiralförmige Auffahrt umfasst eine Gruppe hochstämmiger, licht stehender Bäume. Auf dem Vorplatz wurden 90 größtenteils überdachte Fahrradabstellplätze und Sitzbänke aufgestellt. Eine sechs Meter hohe Wand aus Glaselementen sorgt für Schutz vor Bahnlärm und bildet einen räumlichen Abschluss zu den Gleisen. Unter der südlichen, schleifenförmigen Rampe sind zirka 100 witterungsgeschützte Fahrradabstellplätze entstanden. Auch hier wurden zwischen Treppe und Rampe eine Baumgruppe und Gehölze gepflanzt sowie Sitzbänke und Beleuchtung installiert.

Der stählerne Brückenüberbau musste zunächst auf einem Montagegerüst am nördlichen Zugangsbereich aus Einzelteilen zusammengeschweißt werden. Die fertigen Brückenteile wurden dann abschnittsweise in einem aufwendigen Taktschiebeverfahren Meter für Meter über die Gleisanlagen der Bahn geschoben. 

Quelle: Rathausumschau München am 23.12.2020

Berlin: Digitale Projektkarte zeigt Radverkehrs­maßnahmen der Berliner Bezirke

Die Karte der infraVelo zeigt jetzt neben den ihr übergebenen Projekten auch Radverkehrsmaßnahmen der Berliner Bezirke. Grundlage ist eine neue Datenbank, in der bezirkliche Projekte zentral erfasst und verwaltet werden.

Die Karte bietet Informationen zu Ort, Art und Terminen von Baumaßnahmen, die geplant oder ausgeführt werden, oder seit dem 1. Januar 2017 abgeschlossen wurden. Sie bildet derzeit eine Auswahl von Projekten ab, da die Datenerfassung noch andauert. Weitere Projekte werden schrittweise ergänzt; die Projektinformationen laufend aktualisiert.

Möglich wird dies durch eine neue Projektdatenbank, in der die Informationen zu Radverkehrsmaßnahmen zentral erfasst und kontinuierlich aktualisiert werden. Die Datenbank ist nicht nur Grundlage für die Projektkarte, sondern dient den Straßenämtern der Bezirke zukünftig auch als Instrument für ihr Projektmanagement. Durch die gemeinsame Datenbasis wird die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure beim Bau von Radverkehrsinfrastruktur effizienter und die notwendigen Abläufe werden beschleunigt. Konflikte und Probleme können schneller identifiziert und gelöst werden. Baumaßnahmen, die mehrere Bezirke oder beteiligte öffentliche Unternehmen betreffen, können einfacher abgestimmt werden.

Katja Krause, Geschäftsführerin von infraVelo: "Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern, die zukünftig noch enger und effizienter sein wird. Denn der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in Berlin ist Teamwork."

Digitalisierung der Prozessabläufe: Die Entwicklung und der Betrieb der Datenbank sowie die Pflege der Projektkarte obliegen infraVelo als Projektsteuerin. Zentrales Instrument für die Datenerfassung sind regelmäßige Steuerungsrunden, an denen Vertreter*innen des jeweiligen Bezirks, der Senatsverwaltung sowie nach Bedarf weitere Projektbeteiligte teilnehmen. Über gesicherte Zugänge soll die Datenbank perspektivisch Mitarbeiter*innen aus Bezirksämtern, Senatsverwaltung und infraVelo die gemeinsame Verwaltung von Projektständen ermöglichen. Prozesse zur Finanzabwicklung, Projektsteuerung und Berichterstattung werden mit Hilfe des neuen Systems digitalisiert und beschleunigt. Dieser Arbeitsbereich der Abteilung Multiprojektcontrolling bei infraVelo hat seine Grundlage im Berliner Mobilitätsgesetz und der Vereinbarung zum Bündnis für den Radverkehr. Es ist vorgesehen, dass infraVelo sowohl Infrastrukturmaßnahmen entwickelt und umsetzt als auch koordinierende und steuernde Aufgaben für Maßnahmen ausübt. Dafür leiten Mitarbeiter*innen von infraVelo die Steuerungsrunden, erstellen georeferenzierte Karten, unterstützen beim Berichtswesen und steuern gemeinsam mit der Senatsverwaltung das Gesamtportfolio der bezirklichen Radverkehrsmaßnahmen. Fragen und Antworten.

Quelle: infraVelo am 14.12.2020

Berlin: Radstreifen auf fünf Straßen in fünf Bezirken wurden 2020 grün beschichtet und stellenweise verbreitert

Auf über 8.800 Metern wurden in diesem Jahr Radstreifen mit grüner und roter Farbe beschichtet. Die Reinickendorfer Straße in Mitte, die Schloßstraße in Steglitz-Zehlendorf und Alt-Friedrichsfelde in Lichtenberg konnten im Spätsommer fertiggestellt werden. Alle drei Radstreifen wurden verbreitert, auf der Straße Alt-Friedrichsfelde wurde er sogar gänzlich neu angelegt. Abschnittsweise angebrachte Poller schützen den Radfahrstreifen auf der Schloßstraße und auf der Straße Alt-Friedrichsfelde nun zusätzlich vor dem fließenden Pkw-Verkehr.

Schlüterstraße und Allee der Kosmonauten werden 2021 fertig: Die Bauarbeiten auf der Schlüterstraße in Charlottenburg-Wilmersdorf haben im Oktober begonnen und sind bis auf zwei Bauabschnitte abgeschlossen. Der Radstreifen wurde hier auf bis zu zwei Meter verbreitert. Für die Beschichtung mit Epoxidharz muss der Asphaltuntergrund trocken sein und das Material danach bis zu drei Tage aushärten. Da die Temperaturen nachts unter fünf Grad Celsius fallen, können die Beschichtungsarbeiten auf einem Bauabschnitt jedoch witterungsbedingt nicht mehr in diesem Jahr fertiggestellt werden. Ein zweiter Abschnitt ist derzeit noch von einer Hochbaumaßnahme betroffen, sodass auch hier erst im kommenden Jahr beschichtet werden kann.

Auch auf der Allee der Kosmonauten in Marzahn-Hellersdorf sind die Arbeiten weit vorangeschritten. Der Radfahrstreifen wird hier nicht flächendeckend, sondern in Form von pfeilartigen Abschnitten grünbeschichtet. Die Arbeiten müssen jedoch in diesem Jahr eingestellt werden, da die Witterungsverhältnisse eine Beschichtung mit Kaltplastik nicht länger zulassen. Der Radfahrstreifen wird ebenfalls im Frühjahr 2021 fertiggestellt und weist dann mit bis zu 2,90 Meter eine Breite auf, die weit über den Standard des Mobilitätsgesetzes hinausgeht. 70 bis 100 Meter vor und nach Kreuzungen wird der Radfahrstreifen punktuell mit Pollern gesichert. Auf der Brücke werden durchgängig Anfahrschwellen verklebt, um regelwidriges Befahren durch Kraftfahrzeuge zu unterbinden.

infraVelo führt seit 2018 Grünbeschichtungsprojekte durch. Bis heute wurden Radstreifen auf 19 Straßen in neun Bezirken auf einer Länge von fast 30 Kilometern farbig beschichtet. Ob und welche weiteren Grünbeschichtungsprojekte in 2021 folgen, wird derzeit zwischen der Senatsverwaltung, den Bezirken und infraVelo abgestimmt.

Quelle: infraVelo am 10.12.2020

Berlin: Radfahrstreifen auf der Invalidenstraße darf vorerst weitergebaut werden

Die Einrichtung eines geschützten Radfahrstreifens auf der Invalidenstraße in Berlin-Mitte ist einstweilen nicht zu beanstanden. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem Eilverfahren entschieden.

Der Antragsteller betreibt in der Invalidenstraße eine Weinhandlung. Bislang befand sich in der Nähe seines Geschäfts eine Lieferzone. Im Zuge des Umbaus der Invalidenstraße soll diese Lieferzone ebenso wegfallen wie Parkmöglichkeiten für Kraftfahrzeuge zugunsten eines durch Poller abgegrenzten Radfahrstreifens.

Die 11. Kammer hat den hiergegen gerichteten Eilantrag zurückgewiesen. Die Anordnung sei aller Voraussicht nach nicht zu beanstanden. Die Straßenverkehrsordnung erlaube den Straßenverkehrsbehörden, die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs zu beschränken oder zu verbieten. Die gesetzlich geforderte Gefahrenlage sei hier gegeben und die besonderen Umstände machten die Maßnahme auch zwingend erforderlich. Im betroffenen Abschnitt der Invalidenstraße sei die Fahrbahn einschließlich der hierauf verlaufenden Straßenbahnschienen lediglich 11,32 Meter breit. In der Vergangenheit sei es bei einer hohen KFZ-Belastung der Straße immer wieder zu Unfällen mit Radfahrerbeteiligung gekommen. Die Maßnahme sei geeignet, diese Gefahren zu reduzieren. Denn der Wegfall auch des ruhenden Verkehrs führe zu einer größeren Übersichtlichkeit und damit zugleich zur Reduzierung der besonders folgenschweren sog. "Türöffner-Unfälle". Die zeitgleiche Beseitigung ("Abordnung") der Ladezonen sei verhältnismäßig. Zwar werde der Lieferverkehr für die Weinhandlung des Antragstellers erschwert; angesichts der in den Seitenstraßen (vor allem in der Elisabethkirchstraße und der Ackerstraße) vorgesehenen Ladezonen sei es dem Antragsteller aber weiter möglich, Lieferungen entgegenzunehmen und somit sein Geschäft weiter zu betreiben. Die bloße Verschlechterung der Anliefersituation müsse er hinnehmen; ein Anspruch auf Beibehaltung optimaler Belieferungsmöglichkeiten bestehe nicht. Der Antragsteller könne schließlich nicht rügen, dass die Verlagerung des Lieferverkehrs in einen verkehrsberuhigten Straßenabschnitt zu erheblichen Gefahren für spielende Kinder und Fußgänger führen könne. Denn insoweit sei er nicht in eigenen Rechten betroffen; abgesehen davon sei ein Lieferverkehr auch in einem solchen Bereich mit geringer Geschwindigkeit möglich.

Gegen die Entscheidung ist bereits Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt worden.

Quelle: VG Berlin, Beschluss der 11. Kammer vom 8. Dezember 2020 (VG 11 L 438/20) am 09.12.2020

Bremen: Kürzere Wartezeiten und mehr Grün für den Fußverkehr - Amt für Straßen und Verkehr testet neue Technologie an Ampelanlagen

Das Amt für Straßen und Verkehr wird noch vor Weihnahten die Fußgängerampel am Knotenpunkt Sögestraße / Knochenhauer Straße zur Optimierung des Fußgängerverkehrs auf eine neue Technik umstellen. Mittels neuartiger Sensortechnik und Wärmebilderfassung sollen zu Fuß Gehende auf dieser belebten Innenstadtachse bereits vor Erreichung der Ampelanlage von dieser erkannt werden. Und zwar ohne das Signal per Hand anzufordern.

"Als zweite Stadt in Deutschland verwenden wir eine neue und innovative Technik, um den Fußverkehr sicherer, komfortabler und damit insgesamt attraktiver zu machen. Die Förderung des Fuß- und Radverkehrs ist mir ein großes Anliegen. Insofern begrüße ich es sehr, dass wir die zur Verfügung stehenden technischen Innovationen hier zeitnah nutzen", sagte Mobilitätssenatorin Dr. Maike Schaefer anlässlich der Neuerung.

Der "Taster" muss nicht mehr berührt werden. Die neue Technik erkennt den Fußverkehr automatisch und quittiert dies optisch durch Aufleuchten.

Erstmalig kommen kontaktlose Anforderungstaster zum Einsatz. Sie erfassen den Fußverkehr schon vor Erreichen der Ampel und melden den Querungsbedarf dadurch früher an den Verkehrsrechner. In der Folge bekommt der Fußverkehr dadurch früher das Grünsignal der Ampel und hat mehr Zeit für die Überquerung der Fahrbahn. Für Blinde und Sehbeeinträchtigte Menschen bleibt weiterhin die Möglichkeit, auf der Unterseite des Tasters die Anforderung mit Richtungspfeil für die taktile Freigabe anzufordern.

Im Weiteren werden sogenannte Thermaldetektoren zur weiträumigen Erfassung des Fußverkehrs installiert. Dadurch kann die Signalanlage die Freigabezeit zur Querung der Fahrbahn bedarfsgerecht erweitern und die Wartezeit dadurch reduzieren. Mit der neuen Technik wird aber auch der Fahrbahnverkehr im umliegenden Verkehrsraum erfasst, um eine Rückstauung in den Kreuzungsbereich "Am Wall/Herdentor" aus Gründen der Sicherheit zu verhindern.

Die Kosten für die Umbaumaßnahme belaufen sich auf 30.000 Euro.

Quelle: Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau am 17.12.2020

Hamburg: Veloroute 10 zwischen Hausbrucher Moor und Heykenaubrook

Ein weiterer Abschnitt der Veloroute 10 von der Hamburger City nach Neugraben wird für den Radverkehr sicher, komfortabel und attraktiv ausgebaut. Der Planungsabschnitt verbindet den Bereich Dubben an der Waltershofer Straße mit der Querung über die Hafenbahn und dem Anschluss an die Straße Am Radeland. Das ca. 540m lange Teilstück zwischen Hausbrucher Moor und der Bahnquerung am Heykenaubrook wird derzeit als Wirtschaftsweg für die DB und Gewässerpflege genutzt. Der Abschnitt weist einen unbefestigten Untergrund auf und ist nicht beleuchtet.

Bis Ende März 2021 wird der Weg zu einem befestigten und beleuchteten Geh- und Radweg ausgebaut. Der zukünftig 3m breite Zweirichtungsradweg erhält eine Asphaltdecke, der begleitende Gehweg erhält eine Grandschicht und wird auf 2m Breite ausgebaut. Durch taktile Markierungen werden beide Verkehrswege voneinander getrennt. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Route als komfortabler Geh- und Radweg offiziell nutzbar sein.

Die INFRACREW HAMBURG: Bei dieser Baumaßnahme handelt es sich um Kooperationsprojekt der INFRACREW HAMBURG. Die INFRACREW HAMBURG ist ein Zusammenschluss der städtischen Baulastträger. Gemeinsam gestalten sie Hamburgs Infrastruktur. Die Modernisierung der unterirdischen Leitungen und Siele, die Verbesserung der Straßen und Wege, die Erneuerung der Brücken- und Gewässerbauwerke in Hamburg liegen in ihrer Hand. Gemeinsam planen, bauen, koordinieren und kommunizieren sie ihre Dienstleistungen, um Hamburgs Verkehrsraum für alle sicher und sichtbar zu machen. Die INFRACREW HAMBURG sind die Hamburger Bezirke, die Hamburg Port Authority, HAMBURG WASSER, Gasnetz Hamburg, der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer und Stromnetz Hamburg. Wir bauen Hamburg. Zusammen.

Quelle: Bezirksamt Hamburg-Harburg am 07.12.2020

Hamburg: Weiterer Abschnitt der Veloroute 10 von der Hamburger City nach Neugraben wird ausgebaut

Ein weiterer Abschnitt der Veloroute 10 von der Hamburger City nach Neugraben wird für den Radverkehr sicher, komfortabel und attraktiv ausgebaut. Der Planungsabschnitt des Radschnellweges betrifft den parallel zu den S-Bahngleisen laufenden Gleisstieg vom S-Bahnhof Neugraben bis zur Kehre "Im Neugrabener Dorf". Der ca. 350m lange Abschnitt ist ein beleuchteter Geh- und Radweg und wird ab Januar 2021 als Zweirichtungsradweg mit begleitendem Gehweg ausgebaut. Die Bauarbeiten finden unter Vollsperrung des Geh- und Radweges bis voraussichtlich Ende Juni 2021 statt.

Westlich und östlich des Quartierseingangs werden Flächen zur Aufstellung von z.T. abschließbaren Bike+Ride-Anlagen hergestellt. Dadurch werden ca. 220 neue Fahrradabstellplätze geschaffen. Ein ca. 65m breiter Abschnitt im Bereich des Bahnhofvorplatzes ist nicht Bestandteil dieser Baumaßnahme, sondern wird im Rahmen der IBA-Planungen für den Quartierseingang Vogelkamp realisiert. Der Geh- und Radweg verläuft entlang des Gleisstiegs und quert den Süderelbebogen mit der bestehenden 3m-breiten Brücke. Aufgrund der Brückenbreite wird der Zweirichtungsradweg vor der Brücke aufgelöst und der Radverkehr wie im vorhandenen Zustand gemeinsam mit dem Fußverkehr über den Süderelbebogen geführt. Der Zweirichtungsradweg erhält eine Asphaltschicht und ist durchgehend mindestens 3m, im Bereich des Quartierseingangs 4m, breit. Der Gehweg wird aufgrund des Baumbestandes mit Breiten zwischen 1,75m und 2,75m ausgebaut und erhält Gehwegplatten und Betonsteinpflaster. In einem Gehwegabschnitt wird im Rahmen des EU-Förderprojektes Clever Cities ein von der TU Hamburg betreutes Forschungsvorhaben zu innovativen Regenwasser-Versickerungsmethoden implementiert, das über 2 Jahre evaluiert wird.

Quelle: Bezirksamt Hamburg-Harburg am 28.12.2020

Hessen: Odenwaldkreis erhält Zuschuss für Radverkehrskonzept

Mit 72.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Odenwaldkreis bei der Erstellung eines Radverkehrskonzepts. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 90.000 Euro.

Sicheres und alltagstaugliches Radnetz entwickeln

Mit dem Konzept soll im Laufe des nächsten Jahres ein sicheres und alltagstaugliches Radnetz für den Odenwaldkreis entwickelt werden. Dabei sollen die Verbindungen der einzelnen Städte und Gemeinden untereinander ebenso berücksichtigt werden wie zu den Nachbarkreisen in Bayern und Baden-Württemberg. Auch die sinnvolle Verknüpfung der Radwege mit dem Öffentlichen Verkehr an den Haltestellen und Bahnhöfen der Odenwaldbahn sollen in das Konzept einfließen.

Außerdem ist vorgesehen, dass Bürgerinnen und Bürger über eine Onlinebeteiligung Gelegenheit erhalten, ihre Erfahrungen und Anregungen einzubringen.

Das Radverkehrskonzept im Odenwaldkreis ist ein weiterer Schritt hin zur Verdichtung des landesweiten Radnetzes, das mit dem 2018 entwickelten Rad-Hauptnetz Hessen erstmals eine übergeordnete Struktur erhalten hat.

Hintergrund: Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben investiven Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte sowie Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 01.12.2020

Hessen: Frankfurter Main-Neckar-Brücke wird barrierefrei zugänglich

Mit rund 580.000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Frankfurt am Main beim Bau einer Rampe an der Main-Neckar-Brücke. Dies teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 1,3 Mio. Euro.

Rampe ermöglicht barrierefreien Zugang zur Brücke: Der Fußgängersteg an der Main-Neckar-Brücke ist auf der Sachsenhausener Seite nur über eine Treppe erreichbar. Mit dem Bau einer Rampe soll ein barrierefreier Zugang für den Radverkehr sowie für mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden. Auf der anderen Mainseite befindet sich bereits eine – wenn auch steile – Rampe. Hier will die Stadt in einem nächsten Bauabschnitt ebenfalls einen barrierefreien Zugang errichten. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im März 2021 und sollen bis August abgeschlossen sein.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 03.12.2020

Hessen: Neugestaltete Uferpromenade am Fulda-Radweg im Ortsteil Wilhelmshausen

Als letzter Teil der neugestalteten Uferpromenade ist der erneuerte Geh- und Radweg im Fuldataler Ortsteil Wilhelmshausen zur Benutzung freigegeben worden. "Damit wird die Infrastruktur für den immer beliebter werdenden Rad- und Wandertourismus weiter verbessert", sagte Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: "Mit dem erneuerten, breiteren Geh- und Radweg entlang der B 3 schaffen wir mehr Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Weiteres Plus: Die Strecke bietet jetzt auch ausreichend Platz für Radtouren und Wanderungen entlang der Fulda. Rund 1,1 Millionen Euro stellt das BMVI für die Maßnahme bereit."

Der Fulda-Radweg R1 wurde innerhalb der Ortslage Wilhelmshausen entlang der B 3 verbreitert und neu asphaltiert. Der Bund stellte dafür rund 1,1 Mio. Euro zur Verfügung. Das Land Hessen beteiligte sich mit rund 600.000 Euro an der Erneuerung der Beleuchtung sowie an Fahrradabstellgelegenheiten und Sitzbänken entlang des Wegs. Zur Abrundung des touristischen Angebots gewährte das Land zudem rund 650.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für eine Bootsanlegestelle und einen Rastplatz für Rad- und Wasserwanderer.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen am 18.12.2020

Niedersachsen: Radverkehrsinfrastruktur wird beschleunigt ausgebaut - Althusmann: Sonderprogramm des Bundes ist ein gutes Signal für die Stärkung des Radverkehrs

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur stellt im Rahmen des Sonderförderprogramms "Stadt und Land" insgesamt 657 Millionen Euro bis Ende 2023 zur Stärkung des Radverkehrs bereit. Rund 65 Millionen Euro werden davon auf Niedersachsen entfallen. Davon werden die Radverkehrsprojekte im Land erheblich profitieren. Die entsprechende Verwaltungsvereinbarung wurde kürzlich von Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann unterzeichnet.

Dr. Althusmann: "Es freut mich, dass der Bund die Stärkung des Radverkehrs als seine Aufgabe betrachtet und umfassende finanzielle Mittel bereitstellt. Mit dem Geld können wir Niedersachsen noch fahrradfreundlicher gestalten. Die Kommunen sind aufgerufen, Projekte für dieses Sonderprogramm vorzubereiten. Den hohen Fördersatz von 80 Prozent (ab 2022: 75 Prozent) im Regelfall und von sogar 90 Prozent für finanzschwache Kommunen begrüße ich ausdrücklich. Das zeigt, dass es dem Bund ernst ist und er in der Fläche zu echten Verbesserungen kommen will."

Ziel des Programms ist der Aufbau eines sicheren, möglichst lückenlosen Radnetzes mit schnellen Verbindungen. Dazu sind beispielsweise der Neu-, Um- und Ausbau von Radwegen einschließlich der Planungsleistungen und des Grunderwerbes förderfähig. Auch vergleichsweise zügig umsetzbare Maßnahmen, wie die Schaffung von Abstellanlagen, werden gefördert. Das Programm wird in erster Linie den Alltagsradverkehr verbessern.

Althusmann: "Eine große Herausforderung bei diesem Programm ist der enge Zeitraum bis Ende 2023. Daher appelliere ich erneut an den Bund, pragmatische Lösungen zu finden, sodass die Mittel auch nach 2023 noch zur Verfügung stehen. Ich hoffe, dass es gemeinsam mit den Kommunen gelingen wird, die gesamten 65 Millionen Euro zur Verbesserung des Radverkehrs in Niedersachsen umzusetzen."

Details zur Abwicklung und der genauen Ausgestaltung der Förderung in Niedersachsen werden in den kommenden Wochen und Monaten auf der folgenden Seite zur Verfügung gestellt: https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/themen/verkehr/radverkehr.

Hintergrund: Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur insgesamt 900 Millionen Euro für den Radverkehr zur Verfügung. Mit 657 Millionen Euro wird der Großteil davon im Rahmen des oben genannten Sonderprogramms "Stadt und Land" bereitgestellt. Weitere 125 Millionen Euro sind für die Förderung von Modellvorhaben vorgesehen. Mit zusätzlichen 73 Millionen Euro wird der Ausbau von Radschnellwegen weiter forciert. 45 Millionen Euro sind für Zuschüsse in den touristischen Radverkehr für den Ausbau und die Erweiterung des "Radnetzes Deutschland" vorgesehen (die Unterzeichnung der entsprechenden Verwaltungsvereinbarung steht hier aber noch aus).

Quelle: Verkehrsministerium Niedersachsen am 28.12.2020

Niedersachsen: 17 Radwegprojekte aus Mitteln des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) im Jahr 2021

Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung hat Ende Dezember 2020 das Jahresbauprogramm 2021 zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in den Landkreisen, Städten und Gemeinden veröffentlicht. (...)

Immer größere Bedeutung erlangt der Neu- und Ausbau sowie die Erneuerung von Radwegen. Mit den NGVFG-Landeszuschüssen können viele Wünsche aus den Regionen nach Stärkung der Radwegeinfrastruktur nachhaltig unterstützt werden. Im nächsten Jahr sind dies 17 Radwegprojekte.

Das Niedersächsische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) ermöglicht die finanzielle Unterstützung kommunaler Bauvorhaben, die den Neubau oder den verkehrsgerechten Ausbau von verkehrswichtigen Straßen einschließlich Ortsdurchfahrten und Brücken und die kommunalen Radwege betreffen. Beim verkehrsgerechten Ausbau vorhandener Straßen steht vor allem die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer im Fokus.

Darüber hinaus können auch sonstige investive Vorhaben zur Förderung des Radverkehrs bezuschusst werden - ebenso Ampelanlagen, Kreisverkehrsplätze, Maßnahmen zur Beseitigung von Unfallschwerpunkten, zur Schulwegsicherung und zur Verkehrssteuerung sowie Nebenanlagen und die technische Sicherung von Bahnübergängen. Eine Übersicht aller Projekte ist der Übersicht (pdf) zu entnehmen.

Quelle: Verkehrsministerium Niedersachsen am 29.12.2020

Niedersachsen: Radweg-Neubau an der B 82 zwischen Schöningen und "Am Steinbruch" (Landkreis Helmstedt)

In Schöningen (Landkreis Helmstedt) steht der Neubau eines Radweges entlang der B 82 in Richtung Wobeck vor der Fertigstellung. Am 11. Dezember 2020 wurden die Arbeiten im Laufe des Nachmittages abgeschlossen und die bisherigen Sperrungen aufgehoben.

Die Arbeiten zwischen der Kreuzung mit der B 244 und der Einmündung "Am Steinbruch" hatten Anfang September begonnen. Hierbei wurde auch der Kreuzungsbereich für den Radweg-Neubau angepasst und erneuert. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 680.000 Euro und werden vom Bund getragen.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Wolfenbüttel am 09.12.2020

Nordrhein-Westfalen: Intelligente Ampeln und Radwegeausbau statt Umweltspuren in Düsseldorf

"Klima und Nachhaltigkeit sind mir eine Herzensangelegenheit", sagt CDU-Oberbürgermeister Dr. Keller. "Aber die Umweltspuren hatten ihren Namen noch nie verdient. Sie verursachen Staus und damit starke Emissionen und sind schlecht für die Umwelt, schlecht für die Wirtschaft und äußerst nervenaufreibend für uns alle."

Daher hat er gemeinsam mit den Fachleuten aus der Verwaltung ein dreistufiges Konzept entwickelt, dass die Umweltspuren überflüssig machen wird und Dieselfahrverbote vermeidet. Die entsprechenden Anträge dazu werden im Januar im Ordnungs- und Verkehrsausschuss beraten, sodass die Umweltspuren zum 1. März 2021 abgeschafft werden können.

Stufe 1: Über Ampelsteuerung wird der Verkehr so gesteuert, dass er auf den besonders belasteten Streckenabschnitten mit der Luftbelastung noch gut zu vereinbaren ist – und alle Grenzwerte eingehalten können. Hierzu sind die Ampelanlagen an den Knotenpunkten Werstener Straße / Universitätsstraße; Mecumstraße / Auf'm Hennekamp und Münchener Straße / Südring. Zudem werden die beiden rechten Fahrstreifen der Prinz-Georg-Straße zwischen Moltkestraße und Rochusstraße in Radfahrstreifen umgewandelt.

Stufe 2: Die Stadt Düsseldorf startet ein Modellprojekt. Hierbei werden laufend aktuelle Umweltdaten erhoben. Diese bilden die Grundlage für eine intelligente Verkehrstechnik, die in Echtzeit auf die Werte reagiert und Ampelphasen und Höchstgeschwindigkeiten stets der aktuellen Situation anpasst. "Diese Modellprojekt wird neue Maßstäbe setzen", erklärt Oberbürgermeister Dr. Keller.

Stufe 3: Es wurden drei Hauptachsen für den Radverkehr definiert, die mit externer Hilfe schnell geplant und gebaut werden sollen. Oberbürgermeister Dr. Keller: "Denn nur mit gut ausgebauten Radwegen, einem starken ÖPNV, mehr Park & Ride-Plätzen und der Förderung von klimafreundlichen Antriebstechnologien werden wir Düsseldorf auch hier wieder ganz nach vorne bringen."

Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf am 18.12.2020

Nordrhein-Westfalen: Mit Graffiti gegen Geisterradler in Bocholt

Kooperation zwischen Polizei und Bocholter Ordnungsamt für mehr Sicherheit auf Radwegen

"Falsche Seite" steht unter dem symbolisierten Fahrradfahrer mit dem angedeuteten Warndreieck, den Volker Meerkötter und Andreas Rudde am Mittwoch per Schablone auf den Radweg an der Münsterstraße sprühen. Wohlgemerkt auf der falschen Seite, sodass nur der Radfahrer den Text lesen kann, der tatsächlich in der falschen Richtung fährt. Unterstützt wird die Aktion vom Bocholter Ordnungamt. Ziel ist, die Unfallquote der Radunfälle zu senken.

Schon während der Aktion kommen einige Fahradfahrerinnen und Radfahrer an der Stelle vorbei und schauen neugierig zu. "Wir wollen damit Aufmerksamkeit erregen klar machen, dass sie verkehrt fahren", betont Andreas Rudde von der Kreispolizeibehörde Borken.

17 Tote, sieben Pedelec-Fahrer

Aus gutem Grund: Im Kreis Borken hat es im vergangenen Jahr so viele Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang gegeben, bei denen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer beteiligt waren, wie noch nie zuvor. "Wir hatten 17 Tote, davon sieben, die mit einem Pedelec unterwegs waren", berichtet Rudde. Zudem sei die Zahl der Radfahrerinnen und Fahrer, die sich bei Unfällen verletzt hätten, weiterhin hoch. 2019 waren es 712, in diesem Jahr 602. "Hauptursache ist immer noch, dass Verkehrsteilnehmer auf der falschen Seite fahren", betont Rudde. Ein Autofahrer, der zum Beispiel aus einer Hauseinfahrt herausfahre, schaue fast immer zuerst nach links, weil er nicht damit rechnet, dass ein Radfahrer von der anderen Seite komme. "Hier wollen wir ansetzen. Die Radfahrer wissen zumeist, dass sie sich auf der falschen Seite befinden. Mit dem aufgesprühten Hinweis wollen wir sie animieren, ihr Fehlverhalten zu überdenken", so Rudde abschließend.

Vorschläge erwünscht

Weitere Stellen werden in den nächsten Tagen und Wochen in Abpsrache mit dem Bocholter Ordnungsamt für die Warnhinweise ausgewählt. "Wer noch Vorschläge für weitere Stellen machen möchte, kann sich an die Stadt Bocholt wenden", sagt Ludger Thesing vom Fachbereich Öffentliche Ordnung. Diese Vorschläge werden anschließend in Zusammenarbeit mit der Unfallkommission und der Polizei geprüft, um keine „Überfrachtung“ von solchen Piktogrammen herbeizuführen. "Wir wollen die wirklich nur an solchen Stellen aufbringen, wo es zu gefährlichen Situationen gekommen ist", betont Thesing. Vorschläge können an Tel. 02871 953-374 oder per Mail an ludger.thesing@bocholt.de gerichtet werden.

Quelle: Stadt Bocholt am 18.12.2020

Nordrhein-Westfalen: Mönchengladbach schafft per Bebauungsplan Voraussetzungen für Radschnellverbindung

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umwandlung einer stillgelegten Bahntrasse zu einer Radschnellverbindung zu schaffen, wurde jetzt in der Bezirksvertretung Ost und im Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung der Vorentwurf des dafür erforderlichen Bebauungsplans vorgestellt. Der Bebauungsplan bezieht sich auf einen Bereich im Stadtbezirk Ost, Neuwerk-Mitte, Bettrath-Hoven und Flughafen zwischen Nordring und der Stadtgrenze zu Willich. Die Radschnellverbindung soll zukünftig den Mönchengladbacher Hauptbahnhof mit dem Krefelder Hauptbahnhof verbinden. Sechs der insgesamt 17 Kilometer führen über Mönchengladbacher Stadtgebiet. Vom Mönchengladbacher Hauptbahnhof soll sie zunächst durch den Straßenraum der Hindenburgstraße, Alsstraße und Engelbelcker Straße bis zum Nordring verlaufen. Ab dem Nordring wird die Radschnellverbindung auf dem ehemaligen Bahndamm zwischen Neuwerk und Bettrath-Hoven verlaufen und über Willich zum Krefelder Stadtzentrum führen.

"Die Radschnellverbindung fördert den Radverkehr zwischen den Oberzentren in Mönchengladbach und Krefeld und ist ein weiterer Meilenstein, die Radwegeinfrastruktur in der Vitusstadt entscheidend zu verbessern. Wir schaffen die Voraussetzungen für eine hochwertige Radverkehrsanlage, die eine sinnvolle Alternative zum Auto bietet und eine schnelle Fortbewegung im innerstädtischen Bereich ermöglicht", so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.  

Eine Machbarkeitsstudie, die im Vorfeld gemeinsam mit den Städten Krefeld und Willich, dem Kreis Viersen und der BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW erstellt worden ist, geht von mehr als 2.000 Nutzern am Tag aus, die die neue Radschnellverbindung nutzen werden. Im Bereich des ehemaligen Bahndammes ist gemäß den Landesvorgaben ein vier Meter breiter Radweg neben einem zweieinhalb Meter breiten Fußweg geplant. Weitere Teile dieser Strecke sind als Fahrradstraße geplant. Die Baukosten werden auf rund 6,1 Millionen Euro geschätzt, von denen ein Großteil als Förderung erwartet wird. Die Anknüpfungspunkte wurden in einer Gesamtkarte zum Radschnellverbindungskonzept dargestellt, die im Ausschuss für Umwelt und Mobilität in den politischen Diskurs eingebracht wurde.

Quelle: Stadt Mönchengladbach am 02.12.2020

Nordrhein-Westfalen: Stand bei sechs Radschnellwegeprojekten in Nordrhein-Westfalen

Radschnellweg Neuss, Düsseldorf, Langenfeld/Monheim

Regionalniederlassung Niederrhein Radschnellweg Neuss-Düsseldorf-Langenfeld: Zurzeit wird von Straßen. NRW die Umweltverträglichkeitsstudie durchgeführt, mit einem Abschluss ist im Herbst dieses Jahres zu rechnen. Der Termin zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt voraussichtlich Ende 2020 und wird aufgrund der aktuellen Situation in digitaler Form stattfinden. Die Durchführung eines vereinfachten Linienbestimmungsverfahrens wird ca. in 2021 erfolgen und mit der Bestimmung der Linie durch das Ministerium für Verkehr abgeschlossen. Hierzu sind die Ratsbeschlüsse der Städte erforderlich.

RS4 Radschnellweg Euregio

Regionalniederlassung Ville-Eifel RS 4/Radschnellweg Euregio (Aachen – Herzogenrath, plus Verbindung an eine geplante snelfietsroute im niederländischen Kerkrade): Grenzüberschreitend wird derzeit durch die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ville-Eifel geplant. Der RS 4 - der Radschnellweg Euregio von Aachen nach Herzogenrath - soll mit einer zusätzlichen Verbindungsstrecke an die auf niederländischer Seite geplante Snelfietsroute Richtung Kerkrade angebunden werden. Der RS 4 wird eine Länge von ca. 14,3 Kilometern haben, davon liegen 2,7 Kilometer in der Zuständigkeit der Stadt Aachen und 11,6 Kilometer in der Zuständigkeit von Straßen.NRW. Eine Projektgruppe aus der StädteRegion Aachen sowie den Städten Aachen und Herzogenrath führt die Planung auf Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung in den Abschnitten der Zuständigkeit des Landes NRW durch. Straßen.NRW begleitet die Planung eng.

RS3 Radschnellweg OWL

Regionalniederlassung Ost-Westfalen Radschnellweg Ostwestfalen-Lippe RS 3 (Herford-Löhne-Bad Oeynhausen-Porta Westfalica-Minden): In der RNL OWL ist derzeit der Radschnellweg RS 3 (Herford-Minden über Löhne/Bad Oeynhausen) in Vorplanung – mit noch nicht genau festgelegter Trasse. Bisher gibt es eine Studie mit mehreren Trassenvarianten. Die Planung obliegt den Kommunen, insbesondere die Städte Löhne und Bad Oeynhausen sind hier engagiert tätig.

RS2 Radschnellweg Westmünsterland

Regionalniederlassung Münsterland Radschnellweg Westmünsterland RS 2 (Isselburg-Velen): Der insgesamt 45 km lange Abschnitt soll in wesentlichen Teilen auf der ehemaligen Bahnstrecke Isselburg - Coesfeld liegen. Teilbereiche der ehemaligen Trasse sind in der Örtlichkeit vorhanden. Daher wurde auch die Planung in Abschnitte gegliedert. Zwischen dem Kreis Borken und der RNL Münsterland wurde eine Vereinbarung geschlossen, dass der Kreis einen baureifen Entwurf für die Teilstrecke Bocholt - Rhede erstellt und dem Landesbetrieb zur Baudurchführung übergibt.

RS1 Radschnellweg Ruhr

Regionalniederlassung Ruhr Radschnellweg 1 (Duisburg-Hamm): Der RS1 von Duisburg bis Hamm wird federführend durch die Regionalniederlassung Ruhr in Bochum betreut. Um die Planung und bauliche Umsetzung der rund 100 Kilometer langen Strecke schnellstmöglich voranzutreiben, wurden planerische Aufgaben an einige Städte und den Regionalverband Ruhr übertragen, die bereits an der Entwicklung der Machbarkeitsstudie mitgewirkt haben.

Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet

Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet Radschnellweg MR (Essen-Bottrop-Gladbeck): Die Planung des RS MR wird federführend durch die Regionalniederlassung Ruhr betreut. Der RS MR verbindet zukünftig die Städte Gladbeck, Bottrop und Essen und schließt an seinem südlichen Ende an den RS1 an. Für den Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, in der mögliche Varianten beschrieben werden. Auch hier gilt es, die geplante Streckenführung unter straßenplanerischen Gesichtspunkten "durchzuplanen" und insbesondere hinsichtlich der Umweltverträglichkeit zu prüfen. Analog zum RS1 sollen auch hier die planerischen Arbeiten anhand von Planungsvereinbarungen auf mehrere Schultern verteilt werden. Die Stadt Gladbeck hat bereits signalisiert, die Planung auf ihrem Stadtgebiet in Kürze übernehmen zu können.

Quelle: AGFS NRW am 15.12.2020

Rheinland-Pfalz: Eine Million Euro für barrierefreien Radweg in Germersheim

Die Stadt Germersheim baut zwei Radstrecken barrierefrei aus. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Vorhaben mit rund einer Million Euro. Dies hat Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing mitgeteilt.

"Mit den zwei Radwegen wird das Rheinvorland und das Naherholungsgebiet Sondernheim mit der Stadt Germersheim und seinen Sehenswürdigkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger erschlossen. Beliebte Ausflugziele werden somit für alle Menschen gut erreichbar. Das ist eine Investition in die touristische Infrastruktur, die wunderbar zu unserer Kampagne Rheinland-Pfalz.GOLD passt. Hier wird ein hoher Standard angestrebt. Die gute Anbindung über den Rhein-Radweg ist ein weiteres Argument für Rad-Touristen, die Stadt als Ziel auszuwählen", sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Volker Wissing anlässlich der Unterzeichnung des Förderbescheids über 1,015 Millionen Euro.

Das Land Rheinland-Pfalz übernimmt aus EFRE- und Landesmitteln den Großteil der Kosten in Höhe von 1,194 Millionen Euro.

Die Stadt Germersheim plant insgesamt zwei barrierefreie Strecken: So wird eine barrierefreie Radwegeführung innerhalb des Stadtgebietes Germersheim mit dem Rhein-Radweg und den Zuwegen in die Stadt und zum Naherholungsgebiet Sondernheim angelegt.

Im Naherholungsgebiet Sondernheim befinden sich derzeit schon ein Gewässerlehrpfad, ein Spielplatz und eine barrierefreie Toilettenanlage sowie ein Zugang zu einem ÖPNV-Haltepunkt.

Am Rhein-Radweg soll an der Anschlussstelle an den Weg zum Naherholungsgebiet Sondernheim ein neuer barrierefreier Parkplatz eingerichtet werden. Zudem werden zwei neue barrierefreie Rastplätze mit Tischen und Bänken am Anfang (Steigeranlage) und Ende der Rhein-Radweg-Strecke eingerichtet. Dort trifft dann auch die von der Kreisverwaltung Germersheim geplante barrierefreie "Rheinschleife für Genießer" auf den barrierefreien Radweg der Stadt. Die Stadt Germersheim wird damit optimal in das barrierefreie Radwegprojekt der Region eingebunden.

Bereits gefördert wurde der Bau einer barrierefreien Toilettenanlage im Anschluss an den Kiosk im Rheinvorland der Stadt Germersheim. Diese fügt sich in das Gesamtprojekt barrierefreie "Rheinschleife für Genießer" ein. Das Projekt folgt der Tourismusstrategie 2025. Das barrierefreie Radwegeprojekt hat das Potenzial, zusätzlich Gäste nach Germersheim zu bringen. Mit der Anbindung an die Innenstadt und damit auch an den Einzelhandel und die Gastronomie ist der Radweg geeignet Wertschöpfung zu generieren. "Die Investition in die Barrierefreiheit ist eine nachhaltige. Sie fördert langfristig Qualität und Komfort im Tourismus", so Wissing.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 21.12.2020

Rheinland-Pfalz: 2,6 Millionen Euro für Lückenschluss am Lahn-Radweg

Verkehrsstaatssekretär Andy Becht hat Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, einen Förderbescheid in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro für den rund acht Kilometer langen Lückenschluss des Lahn-Radwegs zwischen Laurenburg und Geilnau überreicht. Die Übergabe fand virtuell und damit sowohl in Bad Ems als auch in Mainz statt.

"Die Stärkung des Radverkehrs und der Ausbau der Radwege ist der Landesregierung ein wichtiges Anliegen. Ich denke, unsere Förderzusage in Höhe von 2,6 Millionen Euro spricht Bände. Das ist ein hoher Betrag für eine gute Sache. Es ist gut investiertes Geld für mehr Radverkehr, für mehr Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Lahn-Kreises und für Rheinland-Pfalz als attraktives Radwanderland", sagte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht bei der virtuellen Förderbescheidübergabe.

"Wir sind dem Land sehr dankbar für die Förderung. Damit können wir das Projekt umsetzen, um die Lücke im Lahn-Radweg zu schließen", so Landrat Frank Puchtler.

Auf einer Gesamtlänge von 7,8 Kilometern möchte der Rhein-Lahn-Kreises die Lücke des Lahn-Radweges zwischen den Ortsgemeinden Laurenburg und Geilnau entlang der Lahn schließen. In diesem Abschnitt ist bislang kein Radweg vorhanden. Der Radverkehr muss dort bislang über die Kreisstraßen K 23 bzw. K 25 umwegig über einen steilen Bergrücken von Laurenburg über Scheidt und Holzappel nach Geilnau geführt werden.

Durch die neue Radwegeführung entlang der Lahn erfolgt die Trennung des Radverkehrs vom motorisierten Verkehr. Insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherheit aber auch aus touristischen Gründen erfährt der Lahn-Radweg somit eine erhebliche Aufwertung. Besonderen Wert wird dabei auf die Herstellung eines möglichst steigungsarmen verkehrssicheren Radweges für alle Nutzergruppen vom Alltagsradler über den Touristenfahrer bis hin zu Familien und Senioren gelegt. 

Der neue Radweg soll weitestgehend 2,50 Meter breit werden, in einzelnen Abschnitten aufgrund örtlicher Gegebenheiten zwei Meter. Im Verlauf des Radwegs wird die Lahn anhand von Radwegestegen zweimal überquert. 

Das Land fördert den Bau von Radwegen der Kreise und Kommunen. Für den Lückenschluss erhält der Kreis 2,6 Millionen Euro Förderung aus Landesmitteln. Die Gesamtkosten des Ausbaus liegen bei rund 3,5 Millionen Euro. 

Der Lahn-Radweg ist einer von 7 Radfernwegen in Rheinland-Pfalz. Er beginnt im Rothaargebirge und verbindet auf einer Länge von 245 Kilometer die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. In Rheinland-Pfalz führt der Radweg durch eine landschaftlich reizvolle Flusslandschaft von der Oranierstadt Diez über den Kurort Bad Ems bis zur Mündung der Lahn in den Rhein bei Lahnstein.

Weiterhin ist der Lahn-Radweg Teil des Radwegs Deutsche Einheit, der die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn mit der heutigen Bundeshauptstadt Berlin über eine 1.100 Kilometer lange Strecke verbindet.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 15.12.2020

Sachsen-Anhalt: Förderprogramm für Radverkehrsanlagen und -infrastruktur

Gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1301/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Strategien zur Senkung des CO2-Ausstoßes, einschließlich der Förderung einer nachhaltigen multimodalen städtischen Mobilität und klimaschutzrelevante Anpassungsmaßnahmen gefördert. In Übereinstimmung mit dem Klimaschutzprogramm 2020 ist die Aktivierung der CO2-Einsparpotenziale im Verkehrssektor ein wichtiges Handlungsfeld des Operationellen Programms des Landes Sachsen-Anhalt für den EFRE (OP EFRE 2014-2020).

Die neue Richtlinie: Mit der Neufassung der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung nachhaltiger Mobilität – Radverkehrsanlagen und -infrastruktur eröffnen wir allen Kommunen in Sachsen-Anhalt die Möglichkeit, bis 2023 über Jahresprogramme Fördermittel für den Ausbau ihrer Radwegenetze in Anspruch zu nehmen.

Gegenstand der Förderung:

  • der Neu- und Ausbau von Radverkehrsanlagen (gemäß den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen - ERA 2010, Tabelle 5)
  • Gehwege mit dem Zusatz "Radfahrer frei" (gemäß ERA 2010, Tabelle 8)
  • die Einrichtung von Fahrradstraßen und
  • die Errichtung begleitender Radverkehrsinfrastruktur (zum Beispiel Bike&Ride-Anlagen, Fahrradabstellanlagen,  Wegweisungs- und Beschilderungssysteme, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrräder usw.)
  • Voraussetzung ist, dass sich die Maßnahme in kommunaler Baulast befindet und dazu geeignet ist, zu einer nachhaltigen und signifikanten CO2-Reduzierung beizutragen.

Quelle: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr am 30.12.2020

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Stand der Information
31. Dezember 2020
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