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März 2021

Radwegebau in den Bundesländern

Radwegbaustelle
Radwegbaustelle © Doris Reichel

Inhalt

  • Baden-Württemberg: Radschnellwege im Land erhalten Bundesförderung
  • Bayern: Förderung für neuen Radschnellweg in Mittelfranken
  • Hamburg: Neue Pop-Up-Bikelane in der HafenCity
  • Hessen: Bund fördert Modellvorhaben im Radverkehr - Stadt Darmstadt plant Weiterentwicklung und Umsetzung einer "geschützten Kreuzung"
  • Mecklenburg-Vorpommern: Baubeginn für einen Radweg an der B 106 von Zickhusen bis Wendisch Rambow (Landkreis Nordwestmecklenburg)
  • Mecklenburg-Vorpommern: Baubeginn für den Radweg von Altheide bis Klockenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen)
  • Niedersachsen: Land investiert 27 Millionen Euro im Jahr 2021 in Erhaltung und Neubau von Radwegen
  • Nordrhein-Westfalen: Knotenpunktsystem in Mönchengladbach fertiggestellt - Fahrradwegweisungsnetz um weitere 155 Kilometer ausgebaut
  • Nordrhein-Westfalen: RS1 wird bis Moers verlängert
  • Rheinland-Pfalz: Siegtalradweglückenschluss – Bund fördert mit Flussauenquerung bei Etzbach die Verbindung von Raderlebnis und Naturschutz
  • Rheinland-Pfalz: Radverkehr in der Eifel steigt um ein Drittel – mehr Zählstellen geplant
 

Baden-Württemberg: Radschnellwege im Land erhalten Bundesförderung

Radschnellwege bieten durch direkte Streckenführung und größere Breite für den Radverkehr ein neues Qualitätsniveau. Im Land Baden-Württemberg sollen zahlreiche schnelle Routen entstehen. Die Planung von drei Radschnellwegen wird nun durch den Bund finanziell unterstützt. Das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur steuert für die Planungen rund 6,4 Millionen Euro bei.

Gefördert werden die geplanten Radschnellverbindungen Offenburg – Gengenbach, Ebersbach – Göppingen – Süßen sowie ein Teilabschnitt der Verbindung Mannheim – Viernheim – Weinheim – Darmstadt. Mit dem geförderten Teilabschnitt soll eine Radschnellwegeverbindung zwischen der Mannheimer Innenstadt und dem Gelände der Bundesgartenschau hergestellt werden. Der Bund beteiligt sich mit je 75 Prozent an den Planungskosten.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI): "Das BMVI unterstützt drei weitere Radschnellwege-Projekte in Baden-Württemberg mit über 6 Millionen Euro. Mit Radschnellwegen können wir mehr Pendlerverkehr auf den Sattel verlagern. Auf den breiten Strecken fahren Radler schnell, sicher und bequem über große Distanzen. Damit sind sie eine echte Alternative, besonders für Berufspendler."

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL begrüßte die Förderung des Bundes: "Ich bin dem Bund dankbar, dass wir für drei weitere Projekte in den Genuss von Fördermitteln kommen. Damit befinden sich nun insgesamt 15 Radschnellwegeprojekte in der vertiefenden Planung. Unser Ziel, insgesamt 20 Radschnellwege bis ins Jahr 2030 zu realisieren, rückt in greifbare Nähe. Im bundesweiten Vergleich liegen wir bei der Planung von Radschnellwegen an der Spitze. Vor allem für Pendlerinnen und Pendler stellen die neuen Wege eine gute Alternative dar, schnell und sicher an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Das Interesse am Bau von Radschnellstrecken ist überwältigend groß."

Quelle: Land BW am 18.03.2021

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Bayern: Bundesförderung für neuen Radschnellweg in Mittelfranken

Gute Nachrichten für Radfahrerinnen und Radfahrer in Mittelfranken: Das Bundesverkehrsministerium fördert mit rund 1,8 Millionen Euro die Planung einer 12,7 Kilometer langen Radschnellwegeverbindung zwischen Erlangen und Herzogenaurach. Neben den Stadtzentren sollen auch weitere regionale Schwerpunkte wie der Siemens Campus und die Firma Schäffler erschlossen werden. Der Baubeginn ist ab dem dritten Quartal 2025 geplant.

Bundesminister Andreas Scheuer: "Bayern plant einen Highspeed-Fahrradweg – und das BMVI unterstützt mit 1,8 Millionen Euro. Radschnellwege sind ideal, um längere Strecken mit dem Rad zurückzulegen. Die neue Verbindung zwischen Erlangen und Herzogenaurach ist damit gerade für Berufspendler eine sichere, schnelle und klimafreundliche Alternative. Allein im Erlanger Stadtgebiet werden auf der Strecke 20.000 Fahrradfahrer pro Tag erwartet."

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer: "Vor allem für Pendlerinnen und Pendler, die oft weitere Strecken zurücklegen, sind Radschnellwege eine tolle Lösung. Zwischen Erlangen und Herzogenaurach werden Radler in Zukunft deutlich schneller unterwegs sein – und das auch noch sicher und komfortabel. Ich bin dem Bund sehr dankbar, dass er sich hier engagiert, und freue mich schon, wenn es 2025 mit dem Bau losgehen kann."

Der Radschnellweg soll im Erlanger Stadtzentrum an der Werner-von-Siemens-Straße beginnen und über die Tennenloher Straße bis zur Sylvaniastraße in Frauenaurach führen. Von dort soll die Strecke über die Stadtteile Kriegenbrunn und Niederndorf bis in das Herzogenauracher Stadtzentrum laufen. Die Länge der gesamten Radschnellverbindung beträgt rund 12,7 Kilometer, davon sollen rund 11,6 Kilometer im Standard eines Radschnellweges geplant werden. Für die Strecke im Erlanger Stadtgebiet wird aktuell mit bis zu 20.000 Radfahrenden und im Umgebungsbereich mit bis zu 4.000 Radfahrenden pro Tag gerechnet.

Quelle: Land Bayern am 02.03.2021

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Hamburg: Neue Pop-Up-Bikelane in der HafenCity - Bis zu 3,70 Meter breiter Radstreifen Am Sandtorkai

Bis zu 3,70 Meter breit und insgesamt 1,85 Kilometer lang – Hamburgs dritte Pop-Up-Bikelane wurde heute für den Radverkehr freigegeben. Ab sofort können Radfahrerinnen und Radfahrer zwischen Sandtorkai und Brooktorkai auf einem eigenen Fahrstreifen mit einer Breite von 2,80 bis 3,70 Metern komfortabel unterwegs sein. Die neue Pop-Up-Bikelane in der HafenCity erhöht an einer schon heute vom Radverkehr stark frequentierten Stelle die Sicherheit für Radfahrende, an der es bis dato auf der Nordseite gar kein Angebot für den Radverkehr gab. Zudem verbessert sie die wichtige Verbindungsachse zwischen der Innenstadt sowie Altona und dem Hamburger Südosten. Sie ist nach den bereits eröffneten Radstreifen Am Schlump und an der Max-Brauer-Allee die dritte Pop-Up-Bikelane der Stadt und wird zunächst für ein Jahr als zeitlich begrenzter Verkehrsversuch eingerichtet sowie hinsichtlich der Auswirkungen auf Rad- und Kfz-Verkehr evaluiert.

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: "Schon jetzt sind am Knotenpunkt zwischen Sandtorkai, Brooktorkai, bei St. Annen und Osakaallee täglich rund 3.000 Radfahrende unterwegs. Das entspricht einem Anteil am Verkehrsaufkommen von über einem Drittel – und das auf einer bis heute auf der Nordseite nicht vorhandenen Radverkehrsinfrastruktur an einem der schönsten Orte der Stadt. Durch die neue Pop-Up-Bikelane erhöhen wir zu vergleichsweise geringen Kosten nicht nur die Sicherheit und den Komfort für Radfahrende maßgeblich, sondern schaffen auch eine gute Verbindung zwischen Innenstadt, HafenCity und Hamburger Südosten – für Pendler, Fahrradlieferdienste, Ausflügler und Alltagsradler gleichermaßen. Diese wird in diesem Jahr durch die Baumaßnahmen Alexandrastieg in Richtung Rothenburgsort/Bergedorf und durch den Bau der Fahrradstraße Veddel noch stärker mit dem Radwegenetz verzahnt. Mehr Radverkehr bedeutet für die Menschen vor Ort auch weniger Lärm und bessere Luft. Insofern zahlt die neue Pop-Up-Bikelane auf die Mobilitätswende, den Umweltverbund und eine verbesserte Lebensqualität ein."

Kirsten Pfaue, Koordinatorin für die Mobilitätswende: "Der nördliche Abschnitt der Hafen City vor der Kulisse der historischen Speicherstadt ist einer der schönsten Orte Hamburgs. Viele Radfahrerinnen und Radfahrer sind schon jetzt zwischen Niederbaumbrücke und Oberbaumbrücke täglich unterwegs – obwohl die Radverkehrsinfrastruktur bislang nur unzureichend vorhanden war. Mit der neuen Pop-Up-Bikelane ändert sich das. Sie bietet ausreichend Platz, um sich sicher und bequem zwischen Innenstadt, HafenCity und Hamburgs Osten zu bewegen und schafft zugleich den Anschluss ans Radwegenetz Richtung Hamburger Westen. Mit dem neuen Radfahrstreifen verbessern wir nicht nur die Situation für Radfahrende entscheidend, wir trennen auch den Rad- und Fußverkehr zwischen Baumwall und Mahatma-Gandhi-Brücke voneinander und schaffen so mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer an einer Stelle, die auch von Fußgängern und Fußgängerinnen stark genutzt wird, um Elbphilharmonie und Dalmannkai zu erreichen."

Quelle: Land Hamburg am 28.03.2021

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Hessen: Bund fördert Modellvorhaben im Radverkehr - Stadt Darmstadt plant Weiterentwicklung und Umsetzung einer "geschützten Kreuzung"

Die Stadt Darmstadt plant die Weiterentwicklung und Umsetzung einer „geschützten Kreuzung“ nach niederländischem Vorbild. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Vorhaben mit rund 1,75 Millionen Euro. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ist Projektträger für das Förderprogramm.

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit seinem Förderprogramm „Investive Maßnahmen zur Förderung innovativer Modellvorhaben“ die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs fördern bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern.

Die sogenannte „geschützte Kreuzung“ stellt in den Niederlanden eine häufige Lösung zur Vermeidung von Konflikten zwischen Radfahrerden und dem Kraftfahrzeugverkehr an Kreuzungspunkten dar. Hierbei wird der Radverkehr durch bauliche Maßnahmen – wie etwa dem Anbringen von Verkehrsinseln – vom Verkehr mit Kraftfahrzeugen getrennt. Die räumliche Trennung soll insbesondere die häufig mit Todesfällen verbundenen Abbiegeunfälle zwischen rechtsabbiegenden Fahrzeugen und gradeausfahrenden Radfahrenden verhindern. Für dieses Kreuzungsmodell existieren mehrere Umsetzungsvarianten – für die Einbindung des Fußverkehrs gibt es aber noch keine Musterlösung.

Im Projekt „SQUADA - Separiertes Queren für Alle in Darmstadt. Erprobung einer Kreuzung nach niederländischem Vorbild für den Radverkehr“ plant die Stadt Darmstadt die Umsetzung des Kreuzungsdesigns in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei werden bauliche Lösungen zur sicheren Führung des Radverkehrs an Knotenpunkten erarbeitet und mehreren Praxistests unterzogen. Um ein barrierefreies Design für alle zu erreichen, finden auch die Belange des Fußverkehrs Berücksichtigung. Nicht zuletzt werden auch die Vereinbarkeit der Entwürfe mit dem deutschen Planungsrecht und seiner Umsetzungspraxis, dem Verkehrsverhalten und der Akzeptanz der Verkehrsteilnehmenden überprüft. Die als optimal identifizierte Variante des Kreuzungsdesigns wird abschließend am Untersuchungsort baulich umgesetzt. Für die wissenschaftliche Untersuchung des Kreuzungsdesigns in dem Projekt kooperiert die Stadt Darmstadt mit der ansässigen Universität. Auch die Mitarbeit der Universität Darmstadt ist Teil der Gesamtförderung durch den Bund.

Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen in einen Leitfaden mit Musterlösungen münden, um die Übertragbarkeit des Kreuzungsdesigns auf andere Kommunen sicherzustellen und die mögliche Aufnahme in einschlägige Regelwerke vorzubereiten.

Die förderfähigen Gesamtausgaben für die Umsetzung des Vorhabens betragen rund 2,2 Millionen Euro, wovon rund 1,75 Millionen Euro durch den Bund finanziert werden, was einer Förderquote von 80 % entspricht. Der Abschluss des Vorhabens ist für Ende 2024 geplant.

Weitere Informationen zum Thema Radverkehr finden Sie unter dem Stichwort „Förderprogramme“ auf der Website des Bundesamtes für Güterverkehr unter www.bag.bund.de.

Bundesamt für Güterverkehr am 31.03.2021

Mecklenburg-Vorpommern: Baubeginn für einen Radweg an der B 106 von Zickhusen bis Wendisch Rambow (Landkreis Nordwestmecklenburg)

Der neue Radweg wird die letzte Lücke im Radwegenetz zwischen Schwerin und Wismar schließen und die Strecke für Radfahrer und Fußgänger noch attraktiver machen.

Der Radweg beginnt am nördlichen Ende des bestehenden Geh- und Radweges in Zickhusen und endet am Abzweig nach Wendisch Rambow. Dort wird er lückenlos an den bestehenden Radweg in Richtung Wismar anbinden. Der rund 2,33 Kilometer lange Abschnitt wird auf einer Breite von 2,5 Metern gebaut. Die Gesamtkosten werden rund 2,2 Millionen Euro betragen.

Die vorbereitenden Arbeiten zur Baufeldfreimachung begannen im Februar. Die gesamte Maßnahme soll bis zum Jahresende fertiggestellt sein.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung MV am 28.03.2021

Mecklenburg-Vorpommern: Baubeginn für den Radweg von Altheide bis Klockenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen)

Der geplante Radwegabschnitt "Altheider Weg" wird drei bis dreieinhalb Meter breit und hat eine Länge von 2,24 Kilometern. Es handelt sich dabei um den Ausbau eines vorhandenen unbefestigten Wegs, der auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge befahrbar sein muss. Er verläuft von der Ortsmitte Altheide bis zum Denkmalhof in Klockenhagen und soll in Asphaltbauweise errichtet werden. Der neue Radweg soll pünktlich zur Saison Mitte Mai 2021 fertiggestellt sein. Er ist eine attraktive Alternative zu einem sonst erforderlichen straßenbegleitenden Radweg entlang der Landesstraße 21 zwischen Altheide und Klockenhagen, der dadurch entbehrlich wird.

Die Kosten in Höhe von 580.500 Euro werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Diese Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Radwege an Landesstraßen.

Sobald auch der Radweg zwischen Gelbensande und Altheide an der B 105 fertiggestellt ist, können Radfahrerinnen und Radfahrer von Rostock kommend lückenlos auf die Halbinsel Fischland/Darß/Zingst radeln.

Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung MV am 05.03.2021

Niedersachsen: Land investiert 27 Millionen Euro im Jahr 2021 in Erhaltung und Neubau von Radwegen

Das Land Niedersachsen investiert 2021 insgesamt 118,5 Millionen Euro in seine Verkehrsinfrastruktur. Die Mittel aus dem jetzt aufgelegten Landesstraßenbauplafond kommen dabei dem Erhalt, dem verkehrssicheren Um- und Ausbau von Landesstraßen und dem Neubau sanierungsbedürftiger Brücken zugute. Allein hierfür sind 91,5 Millionen Euro vorgesehen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem seit 2019 erfolgreich laufenden Sonderprogramm zur Sanierung von Ortsdurchfahrten.

Weitere 20 Millionen Euro investiert das Niedersächsische Verkehrsministerium in die Erhaltung und den Neubau von Radwegen. Aus dem Corona-Sondervermögen des Landes stehen weitere 7 Millionen Euro hierfür bereit. Damit investiert das Land in diesem Jahr die Rekordsumme von 27 Millionen Euro in seine Radwege entlang der Landesstraßen und hat den zu Beginn der Legislaturperiode zur Verfügung stehenden Etat von 10 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: "Wir wollen unser Straßennetz in Niedersachsen nachhaltig verbessern. Hierfür nehmen wir erneut viel Geld in die Hand, so dass die Bürgerinnen und Bürger von besseren Ortsdurchfahrten und Radwegen profitieren. Niedersachsen hat eines der größten Radverkehrsnetze bundesweit - und damit wollen wir uns auch an der Spitze der Fahrradländer behaupten. Schon jetzt werden in Niedersachsen im Vergleich der Flächenländer die meisten Wege mit dem Rad gefahren. Dass wir die Investitionen in unsere Radwege jetzt noch einmal gesteigert haben zeigt, dass wir uns auf unseren Erfolgen nicht ausruhen wollen, sondern das Fahrradfahren in unserem Bundesland noch attraktiver machen."

Das Landesstraßennetz in Niedersachsen umfasst über 8.000 Kilometer Landesstraßen mit circa 4.500 Kilometern Radwegen und etwa 1.900 Brücken.

Quelle: Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung am 31.03.2021

Nordrhein-Westfalen: Knotenpunktsystem in Mönchengladbach fertiggestellt - Fahrradwegweisungsnetz um weitere 155 Kilometer ausgebaut

Das neue Netz für die Fahrradwegweisung in Mönchengladbach ist fertiggestellt. Dank neuer Routen wurde das Wegweisungsnetz um weitere 155 Kilometer auf eine Gesamtlänge von 255 Kilometern ausgebaut. Damit einhergehend wurde auch das Knotenpunktsystem erweitert, die Lücken im Routennetz wurden geschlossen. Die „Fahrrad-Wegweiser“ stehen an allen Kreuzungspunkten mit Zielangabe und Entfernung in Kilometern. Zwischen den Zielwegweisern geben Pfeile ohne Schrift den Verlauf der Routen an. Wer von Knotennummer zu Knotennummer fährt, kann seine geplante Route nur noch als Nummernfolge notieren. Das Knotenpunktsystem in Mönchengladbach ist einheitlich nach dem NRW-Landesstandard mit weiß-roten Wegweisern beschildert. An 20 ausgewählten Standorten wurden Knotenpunkttafeln mit Übersichtskarten errichtet. „Die Erweiterung und Verdichtung der Fahrradwegweisung ist ein weiterer Baustein, um Mönchengladbach fahrradfreundlicher zu gestalten“, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Das Projekt wird mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Die gedruckte Knotenpunktkarte ist nach Aufhebung der Pandemie-Beschränkungen an allen öffentlichen Stellen, darunter Stadtbibliotheken, Museen und Bezirksverwaltungsstellen, sowie an den Radstationen erhältlich, kann aber jetzt schon auf der Internetseite der Stadt unter www.stadt.mg/radwegweisung abgerufen werden.

Quelle: Stadt Mönchengladbach am 05.03.2021

Nordrhein-Westfalen: RS1 wird bis Moers verlängert

Radfahrer am Niederrhein können sich freuen: Die geplante Strecke des RS1 (Radschnellweg Ruhr) wird über die neue Rheinbrücke Neuenkamp von Duisburg nach Moers verlängert. Das wird durch die Änderung des Bundesfernstraßengesetzes möglich, die den Bau von Radwegen über Autobahnbrücken zu Lasten des Bundes ermöglicht.

Der Bund hatte die Änderung des Bundesfernstraßengesetzes im Juli 2020 umgesetzt und jetzt die Freigabe für die Finanzierung zur Verbreiterung des Radweges auf der nördlichen Seite der Rheinbrücke erteilt. Die Städte Duisburg und Moers hatten zuvor in einer Machbarkeitsstudie den Bedarf einer Verlängerung des Radschnellwegs Ruhr um 15 km nachgewiesen. Die Fertigstellung des gesamten Bauwerks ist für Ende 2026 vorgesehen.

Quelle: Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen am 03.03.2021

Rheinland-Pfalz: Siegtalradweglückenschluss – Bund fördert mit Flussauenquerung bei Etzbach die Verbindung von Raderlebnis und Naturschutz

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert mit rund 4,1 Millionen Euro das innovative Radverkehrsprojekt "Lückenschluss Siegtalradweg – Flussauenquerung bei Etzbach". Im Rahmen des Vorhabens soll ein ökologisch verträglicher Lückenschluss des Siegtalradweges umgesetzt werden. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ist Projektträger für das Förderprogramm.

Als Teil der Mittellandradroute D4 zwischen Aachen und Görlitz ist der Siegradweg ein attraktiver Radwanderweg mit hohem Potenzial für die Naherholung sowie für den Radtourismus. Auf einem ca. 3 km langen Abschnitt bei Etzbach im Landkreis Altenkirchen wird jetzt eine Ausbaulücke geschlossen. Vor Ort wird bisher der Radverkehr über eine Alternativroute umgeleitet, die hohe Steigungen aufweist und baulich nicht den aktuellen technischen Standards entspricht. Insbesondere das Fehlen einer Überquerung der Sieg stellt dabei ein großes Hemmnis für den Radverkehr dar.

Die Fördermaßnahme weist einen großen Nutzen für die Region auf und hat auch Vorbildcharakter für die Umsetzung eines ökologisch verträglichen Radtourismus: Um die störanfällige Flussaue zu schützen, wird die Sieg mittels einer leichten Hängebrücke überquert. Das Angebot von Rastplätzen vor und nach der Aue sowie besondere Pflanzungsmaßnahmen sollen eine Störung des sensiblen Gebiets verhindern. So wird das Raderlebnis mit naturschutzfachlichen Belangen in Einklang gebracht.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland die Planung und Umsetzung von modellhaften Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, die die weitere Entwicklung des Radverkehrs ermöglichen bzw. eine nachhaltige Mobilität durch den Radverkehr sichern. Zudem hat die Bundesregierung am 03. Juni 2020 ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Krise beschlossen. In Ergänzung dieser Maßnahmen erhöht das BMVI die Förderquoten im Programm zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland.

Für die Planung und bauliche Realisierung des Vorhabens „Lückenschluss Siegtalradweg – Flussauenquerung bei Etzbach“ des Landkreises Altenkirchen werden bis zu rund 4,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Unter Bezugnahme auf das oben genannte Konjunktur- und Zukunftspaket zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Krise trägt der Bund 100% der förderfähigen Gesamtausgaben. Das Vorhaben soll bis Ende 2024 umgesetzt sein.

Weitere Informationen zum Thema Radverkehr finden Sie unter dem Stichwort „Förderprogramme“ auf der Website des Bundesamtes für Güterverkehr unter bag.bund.de.

Quelle: Bundesamt für Güterverkehr (BAG) am 04.03.201

Rheinland-Pfalz: Radverkehr in der Eifel steigt um ein Drittel – mehr Zählstellen geplant

Die Investition in Radwege zahlt sich aus: Der Radverkehr auf den touristischen Radwegen in der Eifel ist im vergangenen Jahr um 34 Prozent gestiegen. Das belegen die Ergebnisse der neun Dauerzählstellen des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) an Radwegen in der Eifel. Verkehrsminister Dr. Volker Wissing hat angekündigt, weiter in den Radwegebau zu investieren und die Zählstellen landesweit auszubauen.

"Die Zahlen zeigen: wir sind auf dem richtigen Weg. Die Radwege werden gut angenommen. Das bestärkt uns darin, weiter in den Ausbau von Radwegen zu investieren und die Pendlerradrouten in Rheinland-Pfalz weiter auszubauen", sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing. 

Er kündigte an, landesweit Dauerzählstellen zu etablieren sowie eine mobile Zähleinrichtung für die Verkehre auf den Pendlerradrouten einzusetzen. "Die Auswertungen der Zählstellen geben uns wesentliche Impulse bei den weiteren Planungen im Radwegebau", sagte der Minister.

In einem Modellprojekt wurden im Bereich des LBM Gerolstein neun Dauerzählstellen an Radwegen installiert. Demnach stieg der Radverkehr auf touristischen Radwegen in dieser Region im Jahr 2020 um 34 Prozent. Besonders beliebt sind Radwege auf ehemaligen Bahntrassen. Mit ihren geringen Steigungsverhältnissen und der Führung abseits von Straßen sind sie für touristische Ausflüge besonders geeignet. Der Maare-Mosel-Radweg ist mit rund 74.000 gezählten Radfahrenden auch im Jahr 2020 der meistgenutzte Radweg in der Eifel. Auf Platz zwei und drei folgen der Prüm- bzw. Eifel-Ardennen-Radweg sowie der obere Kyll-Radweg. Diese drei Radwege sind Teilstrecken der vom Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit vier Sternen bewerteten Venn-Eifel-Mosel-Route.

Auf den Wegen entlang der Kyll und der Sauer wurden im vergangenen Jahr zwischen 30.000 und 35.000 Radfahrende gezählt. Dass Radverkehr auch Ländergrenzen überschreitet, zeigt sich an der Zählstelle in Losheim. Rund 30.000 Radfahrende nutzten diesen Radweg im vergangenen Jahr. Erst 2016 wurde hier ein Radweg nach Belgien mit Anschluss an den Venn-Radweg geschaffen. 

Sieben Radfernwege führen durch die Flusstäler von Rheinland-Pfalz. Hinzu kommen rund 1.900 Kilometer Radweg an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, die gemeinsam mit 145 Themenrouten und weiteren Strecken das insgesamt rund 16.000 Kilometer lange Radverkehrsnetz komplettieren. 

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 25.03.2021

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Stand der Information
31. März 2021
Quelle
difu // Difu (A.H.)
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