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Kampagne

Fahrrad macht Schule

Gemeinsam zur Schule
Gemeinsam zur Schule © P.Reich

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte, Kreise und Gemeinden in NRW (AGFS) beschäftigt sich die Stadt Unna sehr intensiv mit der Verbesserung und Förderung des Fahrradverkehrs.
Im Jahr 2006 hieß das Schwerpunktthema "Fahrrad macht Schule" – damit wurden alle geplanten Projekte gebündelt und ergaben ein Gesamtpaket speziell für Schüler und Schulen. Die Fortführung auch über das Jahr 2006 hinaus ist geplant.

Im Rahmen des Schwerpunkts wurden sieben Projekte angegangen, die im folgenden beschrieben sind:

1. Arbeitsgemeinschaft: Fahrrad macht Schule

Anfang 2006 wurde diese AG gegründet, um den Kontakt zwischen den einzelnen Akteuren zu verbessern. Teilnehmer sind

  • die Stadt Unna (Bereiche Straßen- und Verkehrswesen / Mobilitätsmanagement, Ordnung & Sicherheit, Schulverwaltung),
  • die Kreispolizeibehörde (Kommissariat Vorbeugung, Verkehrsdienst),
  • die weiterführenden Schulen
  • der ADFC.

Weitere Kooperationspartner sind :

  • der Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe
  • ProSi - Verein für Kriminalprävention, Jugendschutz und Verkehrssicherheit im Kreis Unna.

Ziel ist es durch besseren Kontakt zwischen den einzelnen Akteuren die Kommunikation zu erhöhen und zu intensivieren. Einzelaktionen können besser aufeinander abgestimmt werden und die Entwicklung neuer Projekte erleichtert und weitergegeben. Der Erfahrungsaustausch ist dabei sehr wichtig.

2. FahrradTeams

Die FahrradTeams sind in anderen Städten unter dem Namen "Fahrradpool" bekannt: Fünftklässler fahren in den ersten ein bis drei Wochen durch Erwachsene oder ältere Schüler begleitet zur Schule. Sie lernen sich im Verkehr richtig zu verhalten und werden sicherer. Polizei und Stadt Unna schulen die Begleiter intensiv. Sofern sich ältere Schüler als Begleiter melden, erhalten sie auch ein Zertifikat für die Teilnahme, welches z.B. bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz ihr soziales Engagement dokumentiert.
Leider konnte das Projekt im Jahr 2006 noch nicht durchgeführt werden, es wird einen erneuten Anlauf in 2007 mit ein bis zwei Schulen geben.

3. Mit dem Rad zur Schule

Als Ableger des bundesweiten Projektes "Mit dem Rad zur Arbeit" spricht dieses speziell die Zielgruppe Schüler an. Sie schließen sich möglichst in Viererteams zusammen – ohne daß sie unbedingt einen gemeinsamen Schulweg haben müssen. Sie radeln dann einen ganzen Monat lang möglichst oft mit dem Rad zur Schule – mindestens jedoch 15 Mal. Vorab wurden die Teilnehmerräder von der Polizei auf Verkehrssicherheit und Verkehrstauglichkeit überprüft. Unter allen Teilnehmern verlosten die AOK, die Stadt Unna, das Kommissariat Vorbeugung, der ADFC sowie ein örtlicher Fahrradhändler attraktive Preise.

Die Schule mit den fahrrad-aktivsten Schülern gewann eine mobile Fahrrad-Werkstatt – im Jahr 2006 konnte sich das Pestalolozzi-Gymnasium Unna darüber freuen. Zwei Teams gewannen eine "Radtour ins Licht", das heißt eine Radtour mit einem Besuch im Lichtkunstzentrum des Zentrums für Information und Bildung Unna mit anschließendem Grillen mit dem ADFC. Drei weitere Preise – Gutscheine über Fahrradzubehör gingen an drei Teilnehmer. Grundsätzlich ist dieses Projekt sehr gut angekommen. Bei der Preisverleihung erzählte eine Mutter: "Mein Sohn wollte auch bei Regenwetter nicht mehr mit dem Bus fahren, geschweige denn sich von mir bringen lassen! Er wollte immer nur mit dem Rad zur Schule!" – Die Projektpartner waren sich einig – Ziel erreicht!
Im Jahr 2007 wird diese Aktion in leicht geänderter Form wieder angeboten.

4. Nur Armleuchter fahren ohne Licht

Hierbei heißen die Schlagworte "Kontrollieren & Sensibilisieren". Gemeinsam mit dem Verkehrsdienst der Kreispolizei kontrollierte die Stadt Unna morgens im Herbst an zwei Schulen, ob denn Armleuchter unter den Schülern und Lehrern waren. Das heißt es wurde kontrolliert, ob Leuchten vorhanden waren – und in wieweit diese funktionierten. Nebenbei wurde auch der übrige Zustand der Räder untersucht, wobei sich speziell die Bremsen als Problemfeld heraus stellten.
Anschließend wurden die Schüler der 5. bis 7. Klassen mit Hilfe der Black Box der AGFS sensibilisiert. Hierbei handelt es sich um eine Schwarze Box, in der eine Straßenszene dargestellt ist. Mit dem davorstehenden Fahrrad fahren die Schüler und erhellen damit die Straßenszene ("Sehen"). Dann mußten sie alle dort dargestellten Fahrräder zählen – und das ist gar nicht so einfach, da speziell die Unbeleuchteten sehr schlecht zu erkennen sind ("und gesehen werden").

5. Fahrradpool

An der Peter-Weiss-Gesamtschule gibt es derzeit einen Pool von Fahrrädern, die von Schülern für Radtouren ausgeliehen werden können. Die Räder werden von der ansässigen Fahrrad-AG und vom ADFC betreut. Die Fahrräder werden größtenteils gespendet, darunter sind auch Tandems, so daß beispielsweise auch behinderte Kinder an Fahrradtouren teilnehmen können.

6. Schule UNNAwegs auf zwei Rädern

Gemeinsam mit dem ADFC erarbeitet die Stadt Unna – gerne auch gemeinsam mit den Schülern – Schulausflüge auf zwei Rädern.

7. Attraktive Abstellanlagen an Schulen

Sämtliche Fahrradabstellanlagen an Schulen wurden aufgenommen und analysiert. Dabei wurden Empfehlungen und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet, die in der nächsten Zeit umgesetzt werden. Dies erfolgt in enger Abstimmung mit den Schulen und auch dem Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe.

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Die Einzelprojekte bilden ein Gesamtpaket zur besseren Förderung des Radverkehrs an Schulen mit allen Aspekten (Verkehrssicherheit, Erhöhung Radverkehrsanteil, bauliche Maßnahmen etc.). Erweiterungsfähigkeit und Nachhaltigkeit sind vorhanden. Desweiteren wird ein enger Kontakt zwischen allen Beteiligten gewährleistet.

Finanzierung

Finanzierung: 
Kommunale Mittel
Sponsoring, Spenden

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 
Die Evaluation erfolgt in Gesprächen mit den einzelnen Beteiligten bzw. im Rahmen der AG "Fahrrad macht Schule".

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 
  • Stadt Unna (Mobilitätsmanagement)
Projektbeteiligte: 
  • Stadt Unna
  • Weiterführende Schulen
  • Kreispolizeibehörde Unna
  • ADFC
  • Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe
  • ProSi e.V. (Verein für Kriminalprävention, Jugendschutz und Verkehrssicherheit im Kreis Unna)

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
ja
Projektstart: 
Februar 2006
Info zur Laufzeit: 
Die Analyse der Abstellanlagen wird im Jahr 2007 abgeschlossen, die restlichen Projekte sind fortlaufend.

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 
Frau Patricia Reich
Stadt Unna
Mobilitätsmanagement
Rathausplatz 1
59423 Unna
Telefon: +49(0)2303/103-659
Telefax: +49(0)2303/103-676
E-mail: patricia.reich@stadt-unna.de

Meta-Info
Stand der Information
15. Februar 2007
Autor
Patricia Reich, Mobilitätsmanagement Stadt Unna
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Nordrhein-Westfalen