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Vorfahrt auf der Veloroute

Verbesserung der Verbindung zwischen zwei Gemeinden

Vorfahrt für Radfahrer!
Vorfahrt für Radfahrer! © M.H. Hulleman

Um eine fahrradfreundliche Alternative zur Wahl des Autos als Verkehrsmittel zwischen den Städten Breda und Etten-Leur anbieten zu können, musste die bestehende Verbindung für Fahrradfahrer erneuert werden. Folgende Mängel machten die Wahl des Fahrrads bisher unattraktiv:

  • schlechter Zustand des Belags
  • geringer Wegbreite
  • Kreuzung größerer Straßen

Von der Provinz Noord Brabant wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich die Stadt Breda mit einer Neuplanung dieser Verbindung beteiligt. Zu gewinnen gab es eine 80% Kofinanzierung der Maßnahme, bei einem Höchstbetrag von 3,3 Mio. Euro.
Die Stadt Breda gewann den Wettbewerb und – unter Einbeziehung der vorhandenen Radwegenetze in Etten-Leur und Breda - wurde die Route verbessert:

  • Verbreiterung auf 3,5m - 4m
  • Glatter, roter Asphalt
  • Verbesserung der Beleuchtung
  • Vorfahrt für die Fahrräder an allen Kreuzungen, bis auf eine ampelgesteuerte Kreuzung
  • Anlage von drei Unterstellplätzen, als Schutz gegen den Regen
  • Informationstafeln entlang der Strecke
  • Anlage des Radweges an der Südseite der Straße, da dort Bebauung und Begrünung Schutz vor Wind und Wetter bieten

Im Zuge dieser Maßnahme konnte zusätzlich mit nationalen Mitteln die Querung der Autobahn (A16) und der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Rotterdam – Antwerpen fahrradfreundlich gestaltet werden. (Siehe Foto 3)
Um die Aufenthaltqualität der Route zu verbessern wurden die negativen Erscheinungen des Autoverkehrs reduziert. Dazu gehörten ein Geräusche dämmender Asphalt auf der Straße, die Reduzierung der Geschwindigkeitsbegrenzungen von 80 km/h auf 60km/h bzw. von 50 km/h auf 30 km/h, und die Sperrung vereinzelter Straßenabschnitte für die Durchfahrt. Bei der Planung wurde dabei selbstverständlich auch auf die "soziale Sicherheit" geachtet, d.h. es wurde Rücksicht auf das subjektive Sicherheitsempfinden genommen. So ist der Fahrradweg z.B. von der Straße aus stets einzusehen (keine Schaffung von Angsträumen aufgrund einer Begrenzung durch dichtes und hohes Buschwerk).

Begonnen wurde das Projekt im Jahr 2000 und wurde in fünf Phasen bis 2005 umgesetzt. Der ursprünglich geplante Bau eines Aussichtsturmes konnte bisher noch nicht erfolgen, da das Grundstück derzeit nicht zur Verfügung steht.

Während der Durchführung des Projekts wurden die Betroffenen entlang der Route stets miteinbezogen, um lokale Interessen von Anfang an berücksichtigen zu können. Bei der Umsetzung des Projekts konnte der ursprünglich angesetzte Zeitplan nicht eingehalten werden, da nicht immer genügend Fläche vorhanden war und die Querung der Autobahn und der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Probleme mit sich brachte.

Das Projekt geht einher mit dem Vorhaben der Stadt Breda, den Fahrradverkehr stärker zu fördern. In diesem Rahmen wird die Gemeinde die Modellstrecke auf einer Internetseite präsentieren (derzeit noch nicht realisiert).

Warum handelt es sich um ein innovatives und nachahmenswertes Beispiel?

Bei dieser Maßnahme wurde die notwendige Erneuerung des Radwegbelags genutzt, um die Verbindung zwischen zwei Städten ganzheitlich attraktiv zu machen.

Evaluation

Evaluation: 
ja
Erläuterungen: 

Die Evaluation erfolgt durch die Stadt Breda.

Projektträger & Beteiligte

Projektleitung: 
  • Stadt Breda

Laufzeit

Dauermaßnahme: 
ja
Projektstart: 
Januar 2000
Projektende: 
Dezember 2006
Info zur Laufzeit: 

Die wichtigsten Maßnahmen wurden bis 2005 umgesetzt, es fehlt nur noch der Bau des Aussichtsturmes der für 2006 geplant ist.

Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation

Kontakt

Ansprechpartner auf Projektebene: 

Herr M.H. Hulleman
Gemeente Breda
Postfach Postbox 3920
Telefon: +31(0)76/5294669
E-mail: mh.hullemanl@breda.nl
 

Meta-Info
Stand der Information
7. März 2006
Autor
M.H. Hulleman, Gemeente Breda
NRVP-Handlungsfelder
Fahrradthemen
Schlagworte
Land
Niederlande